Newsticker

BAG-Kontrolle auf der A8: 71 Prozent der Fahrzeuge beanstandet

Das Bundesamt für Güterverkehr hat im Rahmen der Überprüfung von Lenk- und Ruhezeiten Anfang Juli 2012 auf der Bundesautobahn A 8 im Raum Irschenberg eine Sonderkontrolle zu „Manipulationen“ rund um das analoge und digitale Kontrollgerät durchgeführt ? mit teilweise erschreckenden Ergebnissen: Von insgesamt 51 kontrollierten Fahrzeugen wurden rund 71 Prozent der Fahrzeuge beanstandet.

Allein im Fahrpersonalrecht im Hinblick auf die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten wurden insgesamt 33 Fahrzeuge (ca. 64 Prozent) beanstandet. Durch schwerwiegende technische Mängel an 2 Fahrzeugen musste die Weiterfahrt unmittelbar am Kontrollort aus Verkehrssicherheitsgründen untersagt werden. Bei 11 Fahrzeugen (ca. 22 Prozent) wurden Manipulationen am digitalen Kontrollgerät festgestellt. Hierbei handelte es sich um nicht ordnungsgemäße Plombierung des Kontrollgerätes, Manipulation durch Einsatz eines Magneten am Sensor und unzulässige Veränderungen der Einstellungen im digitalen Kontrollgerät.

Die Feststellungen betreffen Fahrzeuge von Transportunternehmen aus allen Mitgliedsstaaten. Die Beanstandungsquote deckt sich mit Statistiken aus anderen in diesem Bereich aktiven EU Staaten, wie beispielsweise Belgien, die Niederlande und das Vereinigte Königreich.

In einem weiteren Fall wurde bei der Überprüfung des Motormanagements bestimmte Fehlercodes ausgelesen, die auf eine unzulässige Beeinflussung des Kontrollgerätes hindeuteten. Ursache war eine nicht ordnungsgemäße Kalibrierung des Kontrollgerätes. Bei der technischen Untersuchung eines Sattelaufliegers wurde festgestellt, dass an einer Achse die gesamte Bremsanlage vorsätzlich ausgebaut war und an einer weiteren Achse keine Bremsbeläge mehr vorhanden waren.

Das Ergebnis zeigt: Sonderkontrollen in diesem Bereich erhöhen die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer gerade auch in der Urlaubs- und Reisezeit. Das BAG will daher auch in Zukunft verstärkt in diesem Bereich kontrollieren, um Gefahren zu reduzieren und den Wettbewerb zu schützen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*