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Lkw-Maut auf Bundesstraßen – zusätzliche Kostenbelastung

Die Einführung der Lkw-Maut auf vierspurigen Bundesstraßen mit Autobahnanbindung stellt nach Ansicht des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) für viele Firmen eine zusätzliche Kostenbelastung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dar. Zwar ergeben die von der Regierung erwarteten 100 Millionen Euro an zusätzlichem Mautaufkommen im Schnitt lediglich eine um zwei Prozent gestiegene Mautbelastung insgesamt. Allerdings sind die Belastungen in ländlichen Gebieten deutlich höher als in den Metropolregionen. Viele Unternehmen befinden sich in einer angespannten Ertragslage und können diese Zusatzkosten nicht ohne weiteres selbst schultern.

Die Konsequenz daraus liegt für Mathias Krage, den Präsidenten des DSLV, klar auf der Hand: „Egal ob steigende Kraftstoffpreise, Fahrerlöhne oder Lkw-Maut. Jeder sorgfältig kalkulierende Kaufmann muss die von außen vorgegebenen steigenden Kosten an seine Auftraggeber weitergeben. Wer dies unterlässt, riskiert in die Insolvenzfalle zu geraten.“ Des Weiteren ist es laut Krage fraglich, ob sich die von Bundesverkehrsminister Ramsauer in der Nacht zu Mittwoch gestartete Maßnahme unter dem Strich rechnet.

So unterstütze der DSLV bereits seit Einführung der Lkw-Maut im Jahre 2005 das Prinzip „Straße finanziert Straße“. Ein in sich geschlossener Finanzierungskreislauf sei der richtige Weg, um die für den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur benötigten Mittel zu generieren. Allerdings habe man nach derzeitigem Kenntnisstand erhebliche Zweifel, ob Aufwendungen und Einnahmen durch die Bemautung vierspuriger Bundesstraßen in einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis zueinander stünden, so Krage abschließend.

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