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Supply Chain und Logistik: Umsätze sinken, Kosten bleiben

Qualität und Service haben bei der strategischen Ausrichtung der Supply Chain oberste Priorität. Dies offenbart das aktuelle „Trendbarometer Supply Chain- und Logistik-Netzwerke“ der Managementberatung Horváth & Partners. Gleichzeitig erwartet die Mehrheit der Studienteilnehmer sinkende Umsätze bei gleichbleibenden Kosten. Maßnahmen zur Kostenkontrolle rücken damit in den Vordergrund.

Sinkende Umsätze im Vergleich zu 2011 erwarten 41 Prozent der befragten Unternehmen, nur 21 Prozent sehen eine Steigerung und 38 Prozent keine Veränderung. Allerdings prognostiziert die Mehrheit (63 Prozent) ein unverändertes Niveau der Logistikkosten. „Die erwarteten Entwicklungen bei Umsätzen und Kosten dürften etlichen Unternehmen Kopfzerbrechen bereiten“, ist sich Studienleiter Jochen Kröber von Horváth & Partners sicher. „Es werden große Anstrengungen zur Vermeidung von steigenden Stückkosten in der Logistik erforderlich.“

Trend zu Flexibilisierung und Wandlungsfähigkeit

Die Bedeutung effizienter Wertschöpfungsketten und Logistik-Netzwerke ist erkannt: 79 Prozent der befragten Unternehmen haben das Supply Chain Management in den obersten beiden Führungsebenen verankert. „Eine wichtige Voraussetzung des wirtschaftlichen Erfolgs ist damit geschaffen, denn die Effizienz und die Qualität der Prozesse im Unternehmen hängen wesentlich von der Supply Chain ab“, so Kröber.

Während momentan die Internationalisierung als wichtigste Einflussgröße gilt, schreiben die Studienteilnehmer den Themen Flexibilisierung und Wandlungsfähigkeit künftig die größte Relevanz zu. Bei den Logistikthemen sind die Top-Trends klar umrissen: Prozessoptimierung, Kapazitätsflexibilisierung und Supply Chain Performance Management stehen heute und morgen ganz oben auf der Agenda.

Defizite in der Leistungsfähigkeit

Handlungsbedarf offenbarte sich in vielen Unternehmen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Supply Chain- und Logistik-Netzwerke. Dies gilt gerade bei den als besonders wichtig erachteten Themen. Die Einhaltung der Liefertermine und eine möglichst geringe Lieferdauer gehören nach Einschätzung der Teilnehmer zu den wichtigsten Zielen im Supply Chain Management. Bei beiden Aspekten liegt der aktuell erreichte Leistungsstand nach Aussagen der Teilnehmer allerdings noch deutlich hinter der erkannten hohen Bedeutung zurück. Eine ähnliche Lücke offenbart sich bei dem ebenfalls als wichtig identifizierten Ziel der Erreichung möglichst geringer Kosten.

Nicht abgestimmte Ziele und Strategien sind für eine Mehrheit der Studienteilnehmer die größten Hindernisse, die es auf dem Weg zu einer erfolgreichen Supply Chain zu überwinden gilt. Auch Verbesserungen in der internen Zusammenarbeit sowie transparentere Strukturen und Prozesse sind gefragt. Die Optimierung von Beständen identifizierten die Studienteilnehmer als den künftig wichtigsten Ansatzpunkt für erfolgreiche Supply Chains. „Hier spiegeln sich die steigenden Anforderungen an Flexibilität sowie die Hoffnung auf Kostensenkungen wider“, meint Jochen Kröber.

Erfolgreich: Kennzahlensysteme und Barcodes

Mit den bisher angewandten Methoden und Instrumenten zeigten sich die Studienteilnehmer zufrieden. Kennzahlensysteme sind branchenübergreifend am weitesten verbreitet und werden von 77 Prozent der Befragten auch als erfolgreich eingeschätzt. Ein fast schon standardisiertes Instrument ist die Identifizierung per Barcode, die bei 74 Prozent der befragten Unternehmen im Einsatz ist und von 89 Prozent als erfolgreiches Instrument identifiziert wurde. Wenig genutzt werden bisher fortgeschrittene Methoden zur Optimierung der Supply Chain. „Hier liegt noch ungenutztes Potenzial, etwa durch Anwendung des Bestandspoolings im Netzwerk“, so Studienleiter Jochen Kröber.

Konkrete Schritte zur Verbesserung sind in vielen Unternehmen bereits in Vorbereitung. Die Optimierung der Netzwerk

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