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Coworkersharing statt Cappucino-Working

Immer öfter müssen sich Politik, Sozialpartner und gesellschaftspolitische Kreise mit einem sehr brisanten Thema auseinander setzen: Beschäftigung und soziale Absicherung. Stichworte, wie „prekäre Arbeitsverhältnisse“, „Leiharbeit“, „Minijobs“, „Befristung“, „Mindestlohn“, „Aufstockung“, „Grundsicherung“, „existenzsichernder Lebensunterhalt“, „Niedriglohnsegmente“ u.v.a.m. machen dabei fast täglich die Runde durch die Medien.

Gerade auch in den Bereichen der Logistik von Industrie und Handel und im Transport- und Verkehrswesen, die aufgrund der volatilen Auftragsumfänge stets eine sehr hohe Flexibilität in der physischen Leistungserstellung benötigen, sind nicht unwesentliche Teile der Beschäftigungsverhältnisse den Kriterien der Stichwortaufzählung zu zuordnen. So gibt es durchaus in den Tätigkeitsfeldern der nicht- oder weniger qualifizierten physischen Logistikverrichtungen sogenannte „Cappuccino-Worker“, also Mitarbeiter, die einen Hauptjob ausüben, dabei aber nicht ausreichenden, extistenzsichernden Lebensunterhalt verdienen, dass sie quasi als „Sahnehäubchen“ noch eine Nebenaufgabe annehmen müssen oder staatlich „aufstocken“. Diese Beschäftigungsform wird auch als „Working Poor“ bezeichnet. Nach einer Erhebung der Hans Böckler Stiftung von 2011 lag diese Beschäftigungsform im Jahre 2009 bereits bei 7,1 Prozent aller Erwerbstätigen mit zunehmender Tendenz, so dass man Heute sicherlich über 8 Prozent der Erwerbstätigen als „Working Poor“ bezeichnen kann. Das eigentliche Problem ist hierbei oft nicht nur allein die Höhe des Bruttostundenlohns, sondern häufig auch die Tatsache, dass der monatliche Gesamtverdienst aufgrund einer nur geringen Wochen-/ Monatsstundeneinsatzzeit erreicht wird.

Die PersLog InhouseLogistik GmbH beschäftigt sich bereits seit Jahren neben der originären Tätigkeit als operativer Provider für Inhouselogistikdienstleistungen mit Konzepten zur physischen Leistungserstellung im Bereich Logistik und Verkehr. So hat das Unternehmen bereits vor 15 Jahren einmal ein Konzept vorgestellt, dass unter der Bezeichnung „Coworksharing“ die verschiedensten Verrichtungsformen von Teilzeit-, Saison-, Stoßzeitbeschäftigungen etc. in Form von örtlich/regionalen Dienstleistungszentren in einer Netzwerkstruktur bündelt (poolt) und so zu sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsplätzen zusammen führt. Offenbar war damals aber die Zeit noch nicht reif, um mit einem solchen Konzept nachhaltige Wirkung zu erzielen. Aufgrund der aber immer akuter werdenden Beschäftigungssituationen im Bereich Logistik und Verkehr, gerade bedingt hier auch durch die hohe Anzahl von offenen Ausbildungsplätzen in der Lagerlogistik, fehlender gewerblicher Stellenbewerber für Lagerlogistik und dem Fahrermangel, hat das Unternehmen das Konzept in überarbeiteter und aktualisierter Form noch einmal aufgelegt.

Vor Jahren bereits wurde Jobsharing als eine adäquate Möglichkeit zur Erreichung einer personellen Flexibilisierung und zur Schaffung von neuen (Teilzeit-) Arbeitsplätzen propagiert. Die Angelegenheit ist denkbar einfach; zwei oder mehr Mitarbeiter „teilen“ sich einen Arbeitsplatz oder besser ausgedrückt, sie vollbringen gemeinsam eine bestimmte Leistungserstellung im Unternehmen in unterschiedlichen Zeitfenstern. Dieses System hat sich sicherlich in einigen Unternehmensbereichen vielleicht auch bewährt, aber letztlich bisher nicht nachhaltig durchgesetzt. So setzt Jobsharing doch auch voraus, dass Kontinuität im Arbeitsbereich vorhanden bleibt und ein kontinuierlicher Beschäftigungs- und Auslastungsgrad der Stelle vorhanden ist. Überall dort, wo dieses also nicht der Fall ist, ist Jobsharing ineffizient und daher nicht anwendbar. Hierzu gehören sicherlich die Tätigkeitsfelder in der physischen, logistischen Leistungserstellung in Industrie und Handel sowie der Verkehrswirtschaft. Diese stark nachfrageorientierten Bereiche, die stets schne statische Strukturen ihre logistischen Aufgaben (für Teilprozesse, Saisonbedarf, Erhöhung der Dienstbereitschaft, Entkopplung von Arbeits- und Betriebszeiten, Vermeidung von Füll- und Brachzeiten und Abbau von Mehrarbeit etc.) nach dem Baukastenprinzip, je nach Auftragslage, als „virtuelle“ Leistungserstellung in den Logistikprozessen temporär zu gestalten, von Fall zu Fall wieder aufzulösen und wieder neu zu gruppieren.

Die PersLog InhouseLogistik GmbH möchte das Coworkersharing – Modell flächendeckend in der Organisationsstruktur von „Dienstleistungszentren Personal für Verkehr und Logistik“, u.a. auch als Franchisesystem, aufbauen, wobei jeweils örtlich/regional in diese „Dienstleistungszentren“, ebenfalls als Coworkersharing, weitere Mehrwertdienstleistungen wie z.B. Copacking, POS-Service, Fullfillment. Detailed Picking etc. integriert werden können. Die „Dienstleistungszentren“ bieten darüber hinaus den potentiellen Anwendern/Nutzern die Möglichkeit für kapitalmäßige Beteiligungen durch Gemeinschaftsgründungen oder auch in Form der Zusammenarbeit in Joint Ventures, wodurch auch Kapitalrückfluss über das „eigene“ Personal (durch die Dritteinsätze) generiert werden kann. Ein unter einem Netzwerkmanagment und der operativen Leitstellenfunktion eines Serviceproviders geführtes „Dienstleistungszentrum Personal für Verkehr und Logistik“ nach dem Coworkersharing – Modell schafft durch die komplexe Bündelung von Personalressourcen, von Personalkosten, von Overhead, von Qualifikations- und Fortbildungsmaßnahmen, von Entlohnungs- und Arbeitszeitmodellen und individualisierbaren Beschäftigungsstrukturen etc. ein so breites Spektrum an Flexibilisierungs- und Wertschöpfungspotential, wie es sicherlich projektbezogen bei den wenigsten betrieblichen Flexibilisierungsmaßnahmen, einschl. des Outsourcing, in diesem Umfang zu erreichen wäre. Die PersLog InhouseLogistik GmbH hat für die Leitstellenfunktion zur operativen Führung von „Dienstleistungszentren Personal für Verkehr und Logistik“ nach dem Coworkersharing – Modell und für die Systemführung von Franchisenetzen die konzeptionellen Voraussetzungen geschaffen und verfügt über das strategische und konzeptionelle Know-how sowie über das professionelle Netzwerk-Design.

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