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VTG mit leichter Umsatzsteigerung und neuen Geschäften

Das Hamburger Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen VTG Aktiengesellschaft hat im ersten Halbjahr 2012 seinen Umsatz leicht gesteigert. Er erhöhte sich um 1,6 Prozent von 373,8 Millionen Euro auf 379,9 Millionen Euro.

Das operative Betriebsergebnis (EBITDA) sank leicht um 2,3 Prozent auf 82,0 Millionen Euro, der operative Cashflow stieg um 6,6 Prozent auf 64,9 Millionen Euro. Durch zwei neue, langfristig angelegte internationale Großaufträge bewegt die VTG darüber hinaus weiter in erheblichem Umfang Gütertransporte auf der Schiene. Die Kunden sind die im Rohstoffhandel weltweit tätige Glencore-Gruppe sowie der deutsche Aluminiumproduzent Novelis.

„Angesichts des unruhigen Umfeldes und der eingetrübten Konjunktur sind wir grundsätzlich mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres zufrieden, hatten allerdings unsere Messlatte ein wenig höher gelegt“, erläutert Dr. Heiko Fischer, Vorstandsvorsitzender der VTG Aktiengesellschaft. „Zahlreiche Einzeleffekte wie gestiegene Instandhaltungs- und Personalkosten, höhere Abschreibungen durch die Investition in Waggons und Zinsbelastungen aus der Umfinanzierung haben zur Ergebnisbelastung beigetragen. Wir konnten aber auch Neugeschäfte generieren und damit die Basis für zukünftiges Wachstum legen sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs deutlich machen“, sagt Fischer.

Im Geschäftsbereich Waggonvermietung konnte durch Neuvermietungen der Umsatz im ersten Halbjahr 2012 auf 155,5 Millionen Euro erhöht werden. Das entspricht einer Steigerung von 8,4 Millionen Euro oder 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (147,1 Millionen Euro). Das EBITDA betrug 77,7 Millionen Euro und lag damit fast auf dem Vorjahreswert von 77,9 Millionen Euro. Gestiegene Kosten durch die Integration der Zukäufe in Russland und den USA sowie durch Regulierungen im Bereich der Instandhaltung waren hierfür verantwortlich. Die auf den Umsatz bezogene EBITDA-Marge lag bei 50,0 Prozent (Vorjahr: 53,0 Prozent) und damit über der des Vorquartals (49,6 Prozent). Die Auslastungsquote lag mit 90,6 Prozent genau auf dem hohen Niveau des Vorquartals. Insgesamt beeinflusste die Insolvenz eines Kunden aus der Mineralölindustrie Auslastung und EBITDA-Marge des ersten Halbjahres negativ.

Einen langfristig angelegten internationalen Großauftrag konnte der Geschäftsbereich Waggonvermietung mit der weltweit tätigen Glencore-Gruppe verwirklichen. Der Rohstoffhändler wird insgesamt 300 Kesselwagen von der VTG zum Transport von Flüssigkeiten einsetzen. Vor wenigen Wochen wurden die ersten 50 Waggons an Glencore übergeben. Sie sind technisch gerüstet für den Transport von reinem Pflanzenöl, das Glencore von seinem neuen Werk in Foktö in Ungarn zwei- bis dreimal pro Woche zu Abfüllstationen und Lagern in ganz Europa fahren lässt.

Schienenlogistik

Im Geschäftsbereich Schienenlogistik verringerte sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2012 um 2,7 Prozent auf 145,4 Millionen Euro (Vorjahr: 149,4 Millionen Euro). Das EBITDA lag mit 4,6 Millionen Euro ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 6,5 Millionen Euro. Die auf den Rohertrag bezogene EBITDA-Marge betrug 34,6 Prozent (Vorjahr: 50,2 Prozent). Durch die Fokussierung auf neue Produktgruppen stellt sich der Geschäftsbereich seit Anfang dieses Jahres breiter auf. Dies hatte Anlaufkosten zur Folge, da beispielsweise interne Strukturen verändert werden mussten. Vor allem der Wegfall von Einmaleffekten im Jahr 2011, aber auch entsprechende Anlaufkosten und geringere Transportvolumina, besonders im Agrargeschäft, führten zu einem Rückgang des Umsatzes. Auch die Insolvenz eines Kunden wirkte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung aus.

Für den Aluminium-Hersteller Novelis konnte eine für die VTG-Schienenlogistik neue Geschäftstätigkeit aufgenommen werden. Die VTG-Tochtergesellschaft Transpetrol übernimmt die komplette Transport-Logistik von Aluminium-Coils, zur Rolle aufgewi

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