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Militzer & Münch bringt Stadiondach nach Usbekistan

5.000 Kilometer, 300 Lkw-Ladungen und 10 Wochen Zeit: Der Transport für die Dachkonstruktion des neuen FIFA-Fußballstadions in der usbekischen Hauptstadt Taschkent war eine logistische Meisterleistung. Der international tätige Transportlogistik-Dienstleister Militzer & Münch mit Hauptsitz in St. Gallen, Schweiz, brachte das Stadiondach in Einzelteilen von Europa nach Zentralasien.

Wenn im Spätsommer das neue Stadion des Profifußballklubs Bunyodkor Taschkent vor 35.000 Zuschauern eröffnet wird, hat die wabenförmige Dachkonstruktion bereits einen weiten Weg hinter sich. Die Stahlstützen und die empfindlichen Dachmembranen ? jedes von ihnen ein Einzelteil ? wurden in Österreich, Deutschland und Tschechien hergestellt und von Militzer & Münch nach Usbekistan transportiert. „Projekte dieser Größenordnung gehören für uns zum Alltag“, sagt Peter Vogl, der bei Militzer & Münch das Geschäftsfeld Projects verantwortet. „Routine sind solche Vorhaben allerdings nie, schließlich ist kein Projekt wie das andere.“

Exakte Planung trotz Unwägbarkeiten

Insgesamt waren 300 Lkw-Ladungen nötig, um die Konstruktionsteile sowie die Dachmembranen von Europa in das zentralasiatische Land zu bringen. Auf einer Strecke von 5.000 Kilometern mussten acht Landesgrenzen überquert und in jedem Land neue Transportgenehmigungen für die überlangen Stahlstützen eingeholt werden. Eine Herausforderung für Fahrer und Fracht stellte besonders die kasachische Transitstrecke dar. Hier ging es hunderte Kilometer über Schotterpisten, auf der die Lkw nur tagsüber bei guter Sicht unterwegs waren, um die maßgefertigten Einzelteile nicht zu gefährden.

Nicht nur für den Transport, auch für die Anlieferung auf der Baustelle musste ein exakter Zeitplan eingehalten werden, da die Montage der Einzelteile in einer genau festgelegten Reihenfolge erfolgte. Über ein speziell für diesen Transport entwickeltes Tracingsystem informierte Militzer & Münch die Bauleitung in Taschkent permanent über den Status jeder einzelnen Lieferung.

Finale mit Heimvorteil

Ungewöhnliche Transporte entlang der Ost-West-Achse sind für Militzer & Münch als Spezialist für Eurasien und Nordafrika keine Seltenheit. „Gerade bei Projekten wie dem Transport des Stadiondachs sind unsere regionalen Kenntnisse, die lokale Verankerung und jahrelangen Erfahrungen ein großer Vorteil“, sagt Ewald Kaiser, CEO der M&M Militzer & Münch International Holding AG. So war auch die letzte Etappe im Zielland bis zur Entladung an der Stadionbaustelle kein Problem: Die Mitarbeiter der usbekischen Landesgesellschaft von Militzer & Münch überwachten den Transport und sorgten für eine pünktliche Anlieferung der Dachelemente.

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