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Tagfahrlicht ab November 2012 auch für neue Nutzfahrzeuge ab 3,5 Tonnen

Ab dem 1. November 2012 besteht eine neue Regelung für Nutzfahrzeuge ab 3,5 Tonnen. Laut der Verordnung 661/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates müssen Fahrzeugtypen und erstmalig in Verkehr kommende Fahrzeuge, die nach diesem Datum typengenehmigt werden, serienmäßig mit Tagfahrleuchten ausgerüstet sein. Es besteht keine Nachrüstpflicht bei älteren Typen, Daimler bietet jedoch die Möglichkeit der Nachrüstung als Sonderausstattung an.

Betrieben werden dürfen Tagfahrleuchten – gemäß den Vorgaben der EU – nur alleine und nicht zusammen mit dem Abblendlicht. Die Anbringung am Fahrzeug muss mindestens 25 Zentimeter und maximal 150 Zentimeter über dem Boden erfolgen. Möglich ist jedoch auch eine Kombination aus Tagfahr- und Positionslicht. Die Mindestbauhöhe beträgt dann 35 Zentimeter, maximal sind 210 Zentimeter erlaubt; der Abstand zum Außenrand darf 40 Zentimeter nicht überschreiten.

Überdies sind die Anzahl der verbauten Leuchten begrenzt. Es dürfen zwei zusätzliche Positionsleuchten angebracht sein. Insgesamt vier Positionsleuchten sind nur dann zulässig, wenn zwei davon in den Hauptscheinwerfern intergriert sind. Zusätzlich dürfen vier Umrissleuchten in Betrieb sein. Ein Nichtbeachten dieser Vorschriften hat zur Folge, dass bei der Hauptuntersuchung keine Plakette erteilt wird. Eine nicht genehmigte Nachrüstung mit Tagfahrlicht könnte auch im Falle eines Unfalls möglicherweise Auswirkungen auf die rechtliche Beurteilung der Situation haben.

Ab dem 1. November 2014 gilt die Regelung dann generell auch für alle neu zugelassenen Modelle innerhalb der Europäischen Union. Laut dem Unfallverhütungsbericht Straßenverkehr (UVB) der Bundesregierung belegen Studien, dass durch das Fahren mit Licht am Tage die Wahrnehmung der Verkehrsteilnehmer steigt.

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