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Klug eingesetzte Informationstechnologie senkt die Kosten und erhöht die Effizienz!

Was tun, damit Containerterminals noch effizienter arbeiten? Ganz einfach: Man nehme eine Web-App, die in Echtzeit die aktuellen An- und Abfahrtszeiten bereitstellt, eine Ampelfunktion für Wartezeiten enthält und die Vorab-Anmeldung für den Spediteur gleich integriert. Und schon kann der „Flow“ im Terminal deutlich gesteigert werden.

So wiesen es die Studenten Cora-Charlotte Richter, Maria Ring und Kenneth Nzotcha von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg nach. Sie gewannen damit den zum dritten Mal ausgelobten „Grenzenlos“-Wettbewerb, in dem die bayernhafen Gruppe Studentinnen und Studenten aller bayerischen Universitäten und Fachhochschulen einlädt, über ein zentrales Logistik-Thema nachzudenken.

Die „Grenzenlos“-Frage diesmal war: „InfraSTOCKTur?! Bringt eine limitierte Verkehrsinfrastruktur die Wirtschaft zum Stocken? Wie kann ein wachsendes Verkehrsaufkommen bewältigt werden? Mehr Effizienz durch Kombination, Information und Innovation.“ Mit dem jährlich verliehenen Förderpreis für Logistik verfolgt die bayernhafen Gruppe das Ziel, eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu bauen und die Bedeutung von Binnenhäfen und Infrastruktur nachhaltig herauszustellen.

Die qualifizierten Wettbewerbsbeiträge entwickelten kreative Antworten: von mautfinanzierten Förderprogrammen zur Teilumlagerung des Transitverkehrs bis hin zu integrierten Lösungen für den besseren Fluss von Individualverkehr und öffentlichem Personennahverkehr in Städten.

Der Vorsitzende der Jury, Professor Dr. Christoph Tripp von der Hochschule Hof, wies daraufhin, dass in der Logistik Handlungbedarf für kreative Lösungen bestehe: „Die umfassenden politischen Bemühungen zu Verkehrsverlagerungen von der Straße auf die Schiene oder die Wasserstraße haben in der Gesamtbetrachtung des Güterverkehrs bislang kaum spürbare Effekte gebracht. Gleichzeitig schwindet auf Grund fehlender finanzieller Mittel und fehlender gesellschaftlicher Akzeptanz die Hoffnung, die bestehenden Infrastruktur-Engpässe zu beseitigen. Im Ergebnis stehen hohe gesellschaftliche Kosten und teils erhebliche zusätzliche Belastungen für Unternehmen, die durch Staus verursacht werden. Da ein starker Ausbau der Verkehrsinfrastruktur illusorisch erscheint, müssen realistische Lösungsansätze für die „InfraSTOCKtur“ verstärkt in der Kombination aus Maßnahmen der Verkehrsvermeidung (Bündelung, Kooperation, Entschleunigung), Verkehrsverlagerung und Verkehrslenkung (intelligente Verkehrssteuerung) gesucht werden. Die Lösungen der Studenten, insbesondere die des Siegerteams aus Bamberg, lassen sich direkt in der Praxis umsetzen.“

Der Jury gehörten außerdem an: Hans Peter Göttler, Leiter der Verkehrsabteilung im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Roland Gerlach, Manager Logistics Operation bei Sappi Logistics Wesel GmbH in Aschaffenburg, Hauke Jürgensen, Bereichsleiter Intelligent Traffic Systems bei der Siemens AG, sowie Alexander Ochs, Prokurist der bayernhafen Gruppe.

Beim Ideenwettbewerb „Grenzenlos ? Förderpreis für Logistik 2012“ honorierte bayernhafen die eingereichten Arbeiten mit einem Preisgeld von insgesamt 5.700 Euro: Der erste Preisträger erhält ein Preisgeld von 2.000 Euro, 1.500,00 Euro gehen zudem an den betreuenden Lehrstuhl der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. An die Zweitplatzierten, Matthias Hecht, Johannes Gäbelein, Alexander Teufel, Elena-Judith Forster und Sabrina Kunz von der Hochschule Amberg-Weiden, gehen 1.000 Euro, an den Drittplatzierten Christoph Bauer von der Hochschule Ingolstadt 500 Euro. Außerdem jeweils 100 Euro an sieben weitere Studententeams. Mit dem jährlich verliehenen Förderpreis für Logistik verbindet die bayernhafen Gruppe Lehre und Berufsleben, indem Studentinnen und Studenten eine praxisorientierte Plattform für ausgefallene Ideen geboten wird.

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