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Komplettwindkraftanlage über Seehafen Wismar umgeschlagen

Eine Premiere fand dieser Tage im Seehafen Wismar statt: Eine komplette Windenergieanlage des Herstellers Kenersys wurde über den Seehafen Wismar umgeschlagen. Das 100 Tonnen schwere Maschinenhaus, die Rotornabe sowie die drei 50 Meter langen Rotorblätter und 5 Turmsegmente traten die Schiffsreise nach Boston an die amerikanische Ostküste an.

Die Anlage des Typs K100 2.5MW soll nach der Ankunft im Hafen von Boston über Land zum Projektstandort transportiert und dort in den nächsten Wochen errichtet werden. Der 100 Meter hohe Stahlrohrturm wurde bei KGW in Schwerin gebaut und in 5 Turmsegmenten an den Seehafen geliefert.

Mit dem Umschlag von Windenergieanlagen und deren Komponenten baut der Seehafen Wismar seine Bedeutung als Umschlagplatz im Bereich der Erneuerbaren Energien weiter aus. „Wir freuen uns über diese Entwicklung und hoffen, dass besonders der Markt für Onshore-Anlagen und deren Komponenten zukünftig weitere Wertschöpfungspotenziale für unsere Region eröffnet“, so Michael Kremp, Geschäftsführer der Seehafengesellschaft Wismar.

„Als Energiehafen möchte sich der Seehafen Wismar zukünftig noch stärker in die logistischen Prozesse rund um den stetig an Bedeutung zunehmenden Markt für Erneuerbare Energien, insbesondere der Windenergie einbringen und damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energiepolitik in Mecklenburg-Vorpommern leisten“, ergänzt Kremp. Dafür hat das Unternehmen in den letzten Jahren alle Voraussetzungen für solche Projekte geschaffen: Eine barrierefreie Anbindung für von Schwerlasttransporte bis zu 60 Metern Länge ermöglichen die reibungslose Zufahrt in das Seehafengelände. Und im Jahr 2009 wurde eigens für den Umschlag von Projektladungen, insbesondere im Bereich Windenergie ein Schwerlastmobilkran von der Marke Liebherr mit einer Tragfähigkeit bis zu 104 Tonnen angeschafft.

Für den Windenergieanlagenhersteller Kenersys war die Möglichkeit zur direkten Verschiffung seiner Anlagen einer der maßgeblichen Punkte für die Ansiedlung seines Werkes quasi direkt an der Wismarer Kaikante. „In den letzten Jahren haben wir den Seehafen vor allem für die Anlieferung von Großkomponenten genutzt. Der Umschlag einer kompletten Anlage inklusive des Turms ist auch für uns eine Premiere“, freut sich Kenersys Werkleiter Klaus Platen.

Dem verstärkten Engagement als kompetenter und starker Partner in der Wertschöpfungskette der Erneuerbaren Energien steht nichts entgegen.

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