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Studie: Neueste Erkenntnisse zur Robotik-Logistik

Die global verteilte Produktion bedarf einer effizienten Logistik. Daher setzen Logistikunternehmen zunehmend auf den Einsatz von Robotern. Flexibel sollen sie sein, leicht zu integrieren und zu handhaben. Aber genau das suchen sie am Markt zumeist vergeblich. So belegt es die neue Marktstudie „RoboScan’12“ des Bremer Instituts für Produktion und Logistik (BIBA) an der Universität Bremen.

Die Studie wurde gemeinsam mit ISEIC Pfeffermann Consulting erstellt, von der Kieserling Stiftung unterstützt und dem Medienpartner Logistik für Unternehmen (SpringerVDI-Verlag) begleitet. Zum 29. Deutschen Logistik-Kongress vom 17. bis 19. Oktober wird die Studie nun in Berlin veröffentlicht. Mit der aktuellen Studie setzt das BIBA seine 2007 begonnene und 2010 fortgeführte Reihe zur Untersuchung von Trends und Potenzialen in der Robotik-Logistik fort.

Die Teilnehmer der Studie sehen die Adaptionsfähigkeit der Systeme an sich verändernde Rahmenbedingungen, die einfache Integration in den bestehenden Maschinenpark und die einfache Bedienung als wichtige Kriterien bei der Integration von Robotern an. „Eine Lösung bietet hier unter anderem die intuitive Roboterprogrammierung“, sagt Dipl.-Ing. Moritz Rohde. Sie erfülle zwei der wichtigsten, von der Wirtschaft priorisierten Kriterien, meint der BIBA-Wissenschaftler: „Unter intuitiver Roboterprogrammierung verstehen wir die einfache Anpassung eines Robotersystems an sich ändernde Rahmenbedingungen durch nicht spezifisch geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie können einem Robotersystem einfach mittels eines intuitiven Eingabeverfahrens neue Bewegungen vorgeben, und das System generiert den Maschinencode dann automatisch“, erklärt er.

Gut vier Fünftel der Studienteilnehmer, für die diese neue Technik relevant ist, bescheinigen ihr einen „erhöhten bis extrem starken Einfluss“ auf ihre Bereitschaft, Roboter einzusetzen. Darunter waren alle der befragten Logistikunternehmen. „Die Erkenntnisse aus der RoboScan- Befragung haben uns für unsere Forschungen auf diesem Gebiet weitere, sehr wertvolle Impulse geliefert“, sagt Rohde. Die Wirtschaft baue inzwischen nicht nur auf Effizienz, sondern berücksichtige verstärkt die Anwender und die Arbeitsbedingungen im Unternehmen. „Die Nutzerfreundlichkeit rückt zunehmend in den Vordergrund ? auch unter dem Fokus der Flexibilität von Systemen und des drohenden Fachkräftemangels“, sagt Rohde. Dieser Trend sei inzwischen unverkennbar.

In diesem Jahr hat der Deutsche Logistik-Kongress in Berlin das Motto „Exzellent vernetzt“. Es ist die wichtigste jährlich ausgerichtete Logistikveranstaltung Europas mit einer inzwischen rund 200 Stände umfassenden Fachausstellung. Gleich zweifach ist das BIBA dort vertreten: am Stand des Forschungsverbundes LogDynamics der Universität Bremen (Pavillon, PV/22) und nebenan am Stand des Bremer Logistiknetzwerkes VIA Bremen (Pavillon, PV/04).

Einen beeindruckenden Beleg seiner Forschungen zur Logistik zeigt das Institut am LogDynamics-Stand. Hier finden die Kongress- und Ausstellungsbesucher das Modell eines Hafenterminals. Zu sehen sind dort selbststeuernde Autos im Umschlagsprozess von der Schiffsrampe bis zur Verladung auf den LKW. Während des gesamten Prozesses werden die Fahrzeuge mit RFID-Technik verfolgt und Ereignismeldungen an ein IT-System gesendet, vom dem aus Meldungen an die Partner in der Prozesskette verteilt werden. Der Demonstrator entstand in dem Projekt RAN (RFID-based Automotive Network). An beiden Kongressständen und über das Portal

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