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Deutscher Logistik-Preis 2012 für Merck

Die Merck KGaA ist Trägerin des Deutschen Logistik-Preises 2012 der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Die Jury zeichnete das Unternehmen für das Projekt „Packmittellogistik at its best ? Innovative Packmittelprozesse am Standort Darmstadt“ aus. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Gala-Veranstaltung am Abend des ersten Tages des 29. Deutschen Logistik-Kongresses, der vom 17. bis 19. Oktober in Berlin stattfindet.

In seiner Laudatio begründete der Juryvorsitzende Prof. Bernd Gottschalk die Entscheidung: „Es hat die Jury überzeugt, wie nachhaltig Merck die eigenen Abläufe und die seiner Lieferanten auf den Prüfstand gestellt und verändert hat. Es wurde Überzeugungsarbeit geleistet, und Strukturen wurden einvernehmlich verändert. Um das Ziel einer Effizienzsteigerung zu erreichen, wurde in Informationstechnologie und die Qualifizierung der Mitarbeiter investiert, die so die veränderten Aufgaben kompetent bewältigen können.“ Hinsichtlich Analyse, Strategie, Kommunikation und der erforderlichen Investition sei das Projekt mustergültig aufgesetzt und realisiert worden. Es habe Vorbildcharakter für Handlungsfelder auch in anderen Unternehmen.

Die Ausgangssituation am Standort Darmstadt war das Ergebnis eines historisch gewachsenen Prozesses, der von hohem Sicherheitsdenken geprägt war. Die internen Abläufe waren kompliziert und personalintensiv:

?Merck verwendet 3.500 Packmittel für den Vertrieb von über 30.000 Artikeln.

?Gelagert wurden diese in einem speziell eingerichteten Lager mit einer Kapazität von 4.500 Palettenplätzen sowie in einer Vielzahl von Überseecontainern. Die Lagerhalle stand nach kurzer Zeit durch Rückbau nicht mehr zur Verfügung.

?Diese Lagerflächen reichten häufig nicht aus, so dass die Bereitstellungsflächen vor den Lagergebäuden für die Zwischenlagerung von Warenlieferungen eingesetzt werden mussten.

?Jede Anlieferung wurde in Quarantäne gebucht und einer Qualitätsstichprobe unterzogen.

?Dieser Prozess dauerte bis zu drei Wochen, und erst danach standen die Packmittel für ihre eigentliche Verwendung zur Verfügung.

?Die Bestandführung war oft ungenau, denn die Verbräuche wurden nicht immer zeitnah verbucht.

Am Anfang des Projektes stand die Gründung des zentralen Kompetenzzentrums Packmittelmanagement, das die Expertise der Packmitteleinkäufer, der Packmittelentwickler und der Qualitätsprüfer bündelt. In interdisziplinären Arbeitsteams wurden darüber hinaus die Funktionen Lager, Transport, IT, Produktion, der Einkauf und die externen Lieferanten einbezogen. Die Bestell- und Lieferabwicklung wurde einvernehmlich mit diesen auf Electronic Data Interchange umgestellt. Hinzu kam der Abschluss von Qualitätssiche-rungsverträgen mit den Lieferanten. Diese regeln die Art und den Umfang der Musterziehungen, Qualitätssteuerung, Prozessfähigkeit, Auditierung und die Haftung bei reduzierter Wareneingangsprüfung. Dies ermöglichte es Merck, die eigenen Qualitätsprüfungen im Detail deutlich zu reduzieren.

Die Ergebnisse belegen den betriebswirtschaftlichen Erfolg des preisgekrönten Projekts:

?Die Packmittel werden bei Merck nicht mehr zwischengelagert, sondern sofort nach Anlieferung in den Produktions- und Abfüllbetrieben eingesetzt.

?Der Aufwand der Packmittelqualitätsprüfung wurde deutlich gesenkt.

?Das Packmittellager mit 4.500 Palettenplätzen sowie weitere 1.000 Palettenplätze konnten aufgelöst werden.

?Die permanenten Packmittelbestände wurden bei den in Frage kommenden Pack-mitteln um 80 Prozent reduziert.

?Die Frachtkosten wurden deutlich reduziert.

Das wirkt sich in Zeit und Geld aus:

?Von drei Wochen reduzierte sich die Prozessdauer auf 24 Stunden.

?Die Einsparung bzw. die Kostenvermeidung liegt p. a. im einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

Der Weg zum Erfolg führte über die b

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