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Rhenus: Globaler Warenverkehr erfordert Zollspezialisten

Value-Added-Services gewinnen im Logistikgeschäft immer mehr an Bedeutung: Zu den gefragten Produkten gehört dabei die Übernahme von Zolldienstleistungen. Am Eröffnungstag des 29. Deutschen Logistik-Kongresses berichteten die Geschäftsführer der Rhenus-Töchter ALS Customs Services und Revival Express von den Herausforderungen des Zollgeschäfts. Sicherheit, Aus- und Weiterbildung der Zollspezialisten und die effiziente Organisation von Warenströmen, insbesondere vor dem Hintergrund der WTO-Mitgliedschaft Russlands, standen im Fokus der Pressekonferenz in Berlin.

„Die beste Planung von Transporten und Lagerkonzepten für ein supranationales Supply Chain Management nützt nichts, wenn die Rohstoffe und Güter die Hürde der Verzollung nicht zeitnah passieren. Angesichts der länder- und produktspezifischen Rahmenbedingungen sollten Unternehmen bei diesen Prozessen auf Spezialisten setzen“, empfahlen Thomas Müller, Geschäftsführer der ALS Customs Services GmbH, und Olaf Metzger, Geschäftsführer der OOO Revival Express, in Berlin unisono.

Aufgrund der Vielzahl und der Unterschiedlichkeit der rechtlichen Vorgaben in den Nationalstaaten bedarf es bei der Zollabwicklung eines spezialisierten Know-hows, wie es die Rhenus-Gruppe mit ihrer für Deutschland zuständigen Tochter ALS Customs Services und über die einzelnen Landesgesellschaften offeriert. „Die ALS zählt seit vielen Jahren zu den versiertesten Anbietern von Zolldienstleistungen rund um die Ein- und Ausfuhr von Waren und war 2008 bundesweit einer der ersten Dienstleister, die die Zertifizierung als Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter erhielten“, erläuterte Thomas Müller. „Wir verfügen über einen großen Pool an Mitarbeitern, die sich teilweise auch auf die Anforderungen der einzelnen Warengruppen spezialisieren und die kontinuierlich geschult werden.“

Olaf Metzger gab bei der Pressekonferenz Einblicke in die komplexen Zollstrukturen der Russischen Föderation. „Da wir im Besitz der dortigen Zollbrokerlizenz sind, können wir unseren Kunden im Vergleich zum Wettbewerb umfangreichere Dienstleistungen anbieten. Beispielsweise ermöglichen wir die sogenannten Blockverzollungen. Diese erlauben es uns, Waren, die auf bis zu 20 Transporteinheiten verteilt sind, mit einer einzigen Zolldeklaration ins Land einzuführen.“

Das Standardgeschäft für die mehr als 70 mit dem Zollwesen befassten Rhenus-Mitarbeiter der Landesgesellschaft bleibt die schnelle und fehlerfreie Verzollung von Gütern, die Russland per Lkw erreichen und die aufgrund der sorgfältigen Vorbereitung der Papiere nicht den zeitraubenden Weg der Auslagerung in Grenzzollläger nehmen müssen.

Die Rhenus eröffnete im Mai 2012 ein neues Zoll- und Logistikterminal an der weißrussisch-russischen Grenze, um die rasche Distribution der Waren in dem riesigen Land zu optimieren. „Wir planen, in den kommenden Jahren unser Engagement im Grenzgebiet zu verstärken“, so Olaf Metzger, „nicht zuletzt deshalb, weil wir durch den jüngsten WTO-Beitritt Russlands Steigerungen bei den Einfuhrvolumen und somit auch bei den Logistik- und Zolldienstleistungen erwarten.“

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