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Erster länderübergreifender Blitz-Marathon

Der dritte 24-Stunden-Blitz-Marathon am kommenden Mittwoch, 24. Oktober, geht über Grenzen hinaus. Zum ersten Mal wird gemeinsam in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden geblitzt.

„Wir erreichen mit unseren Geschwindigkeitskontrollen nun deutlich mehr Autofahrer und eine höhere Aufmerksamkeit. Rasen hört nicht an Ländergrenzen auf. Überall ist zu hohe Geschwindigkeit der Killer Nummer eins“, sagte Innenminister Ralf Jäger am Montag in Münster. Sein niedersächsischer Amtskollege Uwe Schünemann erklärte: „Diese Kooperation in der Verkehrssicherheitsarbeit zwischen Niedersachsen, NRW und den Niederlanden ist ein exzellentes Beispiel und übertragbar auf viele andere Handlungsfelder. Mit unseren Überwachungsmaßnahmen wollen wir gemeinsam Leben retten.“ Fokko Klok, der Leiter der niederländischen Verkehrspolizei, lobte ebenfalls die Zusammenarbeit: „Die gemeinsamen Kontrolle in Deutschland und den Niederlanden tragen dazu bei, dass es in beiden Ländern weniger Verkehrsopfer gibt.“

In NRW, Niedersachsen und den Niederlanden werden mehrere tausend Polizistinnen und Polizisten ab 6.00 Uhr 24 Stunden lang an insgesamt rund 4.000 Kontrollstellen messen. Unterstützung erhalten sie dabei von den nordrhein-westfälischen und den niedersächsischen Kommunen. Der Blitz-Marathon ist als Teil der Kampagne „Brems Dich – rette Leben!“ der NRW-Polizei gegen die bundesweit steigende Zahl von Geschwindigkeitsunfällen entstanden. In Niedersachsen wird damit die erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit im Rahmen der Verkehrssicherheitsinitiative (VSI) 2020 weiter fortgesetzt. Ziel ist es dabei, mit einem umfassenden Maßnahmenpaket die schweren Verkehrsunfälle bis 2020 um ein Drittel reduzieren.

„Auch beim dritten Blitz-Marathon nehmen wir die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger ernst“, betonte der NRW-Innenminister. 1.259 der 3.335 Kontrollstellen in Nordrhein-Westfalen gehen auf Bürgervorschläge zurück. 1.040 Vorschläge sind inzwischen als dauerhafte Messpunkte feste Bestandteile der täglichen Kontrollen der NRW-Polizei. „Die Bürgerbeteiligung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Gelingen unseres Konzepts“, erklärte Ralf Jäger. „Mit offensiven und transparenten Geschwindigkeitskontrollen steigern wir nachhaltig die Sicherheit auf unseren Straßen“, erklärten die beiden Minister. Im ersten Dreivierteljahr 2012 starben 15,4 Prozent Menschen (-73) weniger auf den Straßen in NRW. Die Zahl der Schwerverletzten sank um 6,6 Prozent (-682). „Statistisch lässt sich nicht belegen, welchen Anteil die verstärkten Polizeikontrollen daran haben. Aber ich bin davon überzeugt, dass die öffentlichen Diskussionen um die Blitz-Marathons einen wichtigen Beitrag dazu beigetragen haben“, sagte der Innenminister Jäger.

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