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BLG expandiert in der chinesischen Automobillogistik

„China ist einer der wichtigsten Märkte der Gegenwart und der Zukunft. Wir sind gerade dabei, unsere Logistikleistungen in China unter der Marke BLG China zu bündeln.“ So Detthold Aden, Vorstandsvorsitzender der BLG Logistics Group mit Hauptsitz in Bremen, auf einer Pressekonferenz am 23. Oktober in Peking.

Dort ging er auf die jüngste Entwicklung der chinesischen Automobilindustrie und die damit verbundenen Anforderungen ein. Die BLG geht davon aus, dass die chinesischen Automobilhersteller ihre Fahrzeuge sehr bald auch in die europäischen Märkte, insbesondere auch nach Deutschland, exportieren. Aden: „Mit unserem Logistik-Netzwerk agieren wir als Sprungbrett in den europäischen Markt.“

Deutschland ist Chinas wichtigster Handelspartner in der Europäischen Union und China der wichtigste Handelspartner Deutschlands in Asien. Aden: „In den letzten 10 Jahren hat China der Welt eine beeindruckende wirtschaftliche Entwicklung gezeigt. 2011 ist China zum Export-Weltmeister aufgestiegen und hat Deutschland auf Platz 2 verdrängt. Aber auch die Importe Chinas steigen kontinuierlich. So ist China zurzeit der stärkste Markt für deutsche Fahrzeuge, die über unseren Autoterminal in Bremerhaven exportiert werden.“ Über 200 Bremer Unternehmen pflegen intensive Geschäftskontakte mit China und über 100 chinesische Unternehmen haben in Bremen bereits eine Niederlassung. Ein Vorteil ist die starke Rolle als Hafen und Logistikstandort. An der Schnittstelle zwischen Land und See leisten gerade die Häfen einen wesentlichen Beitrag für den internationalen Warenaustausch. Als Drehscheibe des internationalen Seeverkehrs verbinden Bremen und Bremerhaven Europa mit etwa 1.000 Häfen in aller Welt.

China gehört zu den bedeutendsten Partner der bremischen Häfen, insbesondere bei Containern und Autos. Die großen Häfen Chinas sind über regelmäßige Liniendienste mit den Bremischen Häfen verbunden. Bremen ist auch regelmäßig auf der Messe „transport logistic China“ in Shanghai präsent. Aden zufolge brauchen ausländische Unternehmen, die sich in China engagieren wollen, einen chinesischen Partner, der Mentalität, Wirtschaft und Verwaltung des Landes kennt. Die BLG betreibt mit der Cinko SCM ein Joint Venture im Hafen Tianjin, die BLG Cinko Autotec. Dort werden chinesische Exportfahrzeuge gereinigt, umgerüstet und zur Verschiffung vorbereitet. Aber auch Importfahrzeuge für den chinesischen Markt können dort aufbereitet werden. Tianjin Port ist das erste Projekt des Joint Ventures. Weitere sollen folgen, zum Beispiel in Shanghai. Die BLG ist auch mit einer eigenen Repräsentanz in Peking vertreten. Sie wird von Mike Li geleitet. Aden: „Um unser Leistungspotenzial in China weiter auszubauen, werden wir hier ein neues Unternehmen aufbauen ? die BLG China Holding. Darin werden wir alle logistischen Dienstleistungen unter einem Dach konzentrieren.“

Die Bedeutung Chinas für die weltweiten Automobilmärkte wird Aden zufolge stetig zunehmen. Mit der steigenden Qualität der Fahrzeuge „Made in China“ sei es nur eine Frage der Zeit, wann chinesische Fahrzeughersteller auch in die anspruchsvollen westeuropäischen Märkte exportieren. Aden: „Während die chinesische Industrie mit etlichen Produkt-Segmenten bereits zur Weltspitze zählt, gibt es bei Transport und Logistik noch erheblichen Nachholbedarf. So beklagen zum Beispiel gerade auch die Automobilhersteller die mangelnden Transportkapazitäten. Es fehlt an modernen Lkw für den Autotransport. Die Verkehrsinfrastruktur ist der wachsenden Wirtschaft nicht gewachsen. Die Potenziale der Verkehrsträger Schiene und Binnenwasserstraße werden bislang noch kaum genutzt.“ Das chinesische Transportministerium habe die Situation aber erkannt und sei dabei, die Verkehrsinfrastruktur entsprechend auszubauen. Leistungsfähige Verkehrswege sind die Basis der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Ein zweiter wichtiger Punkt für die gesamtwirtsc

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