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DPD errichtet in Polen neues nationales Zentralhub

Der internationale Paket- und Expressdienstleister DPD hat in Polen für 32 Millionen Euro ein Paketsortierzentrum errichtet, das ab sofort als zentraler Umschlagplatz das Rückgrat für internationale und nationale Pakettransporte in dem Land bildet.

In dem Logistikzentrum sind 430 Mitarbeiter beschäftigt. Stündlich können bis zu 43.000 Pakete automatisch sortiert werden. „DPD gehört auch in Polen zu den Marktführern unter den Paket- und Expressdienstleistern und verzeichnet jedes Jahr zweistellige Wachstumsraten“, sagt DPD CEO Arnold Schroven. „Mit der Inbetriebnahme des neuen Hubs erweitern wir nicht nur die Kapazität des gesamten Netzwerkes, sondern steigern auch seine Leistungsfähigkeit und Effizienz.“

Das neue Sortierzentrum liegt im Herzen von Polen ? in Stryków in der Nähe von Lódz ? und ergänzt die bisherigen vier regionalen Hauptumschlagzentren im Norden, Süden, Osten und Westen des Landes. Dadurch verkürzen sich für zehntausende von Paketen täglich die Transportwege und DPD kann die Paketströme bei seinen Langstreckentransporten noch stärker bündeln. „Auf diese Weise erhöhen wir den Auslastungsgrad unserer Fahrzeuge und optimieren unsere Infrastruktur in Osteuropa weiter“, erläutert Schroven.

Die Anlage, in deren Sortiertechnik 16 Millionen Euro investiert wurden, gehört zu den leistungsfähigsten Paketzentren Europas. Zwei Sorter sind auf bis zu 17.500 Pakete pro Stunde ausgelegt, die bis zu 50 Kilo schwer sein dürfen. Ein spezieller Sorter für Dokumente und Kleinpakete kann zusätzlich 8.000 Sendungen pro Stunde sortieren.

Das Sortierzentrum steht auf einer Fläche von 90.000 Quadratmetern, wovon 13.500 für die Umschlaganlage genutzt werden, 2.500 für Büros und mehr als die Hälfte als Verkehrsfläche für die LKW. In das 340 Meter lange, 40 Meter breite und 14 Meter hohe Sortierzentrum wurden 171 Be- und Entladetore eingebaut. Trotz der gewaltigen Dimensionen der Anlage mit insgesamt 1,5 Kilometern an Sortierbändern braucht ein Paket von der Entladung bis zur Beladung durchschnittlich nur 3,5 Minuten. Zu den technischen Highlights gehören vier Hochleistungs-Scanner, die fünf Seiten jedes Pakets automatisch erfassen können. Dabei bewegen sich die Pakete mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2,5 Meter pro Sekunde unter den Scannern hindurch. In Millisekunden wird errechnet, zu welcher Ladestation das Paket gesteuert werden muss. Zusätzlich erfasst die Sortieranlage automatisch das Volumen und das Gewicht jedes Pakets. Die geeichte Messung dient nicht nur als Grundlage für die Preisberechnung, sondern auch zur Kapazitätssteuerung.

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