Newsticker

Gemeinsam für den Hafen

Der Hamburger Hafen wird die Anlaufkosten für Großschiffe deutlich senken. Wirtschaftsbehörde, Hamburg Port Authority (HPA) und Hafenwirtschaft reagieren damit auf die anhaltenden Restriktionen bei sogenannten Revierfahrten auf der Elbe. Ziel ist die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens vor dem Hintergrund des Beschlusses des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig zur Fahrrinnenanpassung zu stärken.

Im Zuge der schwierigen Situation auf den internationalen Schifffahrtsmärkten haben insbesondere die Terminalbetriebe in den vergangenen Jahren den Linienreedereien bereits substantielle Preissenkungen eingeräumt. In einer konzertierten Aktion von Hafenverwaltung und Hafendienstleistern werden der internationalen Schifffahrt im Jahr 2013 darüber hinaus nachfolgende Vergünstigungen gewährt.

1. Hafengeld/AGF-Rabatt: Das Hafengeld wird weiter bei einer Containerschiffsgröße von 110.000 BRZ gedeckelt. Für besonders große Schiffe wird ein zusätzlicher AGF-Rabatt (Außergewöhnlich große Fahrzeuge) eingeführt, der zu einer Entlastung um sechs beziehungsweise zwölf Prozent beim Hafengeld führt (Rabatt auf Schiffe mit mehr als 360 Metern Länge: 1.500 Euro; Rabatt auf Schiffe mit mehr als 390 Metern Länge: 3.000 Euro).

2. Hafengeld/Transshipment-Rabatt: Der bereits geplante Rabatt auf das Hafengeld für Transhipment-Container wird beibehalten, jedoch auf den 1. April 2013 vorgezogen und um 20 Prozent erhöht.

3. Hafengeld/Environmental Ship Index: Für besonders umweltfreundliche Schiffe (ESI > 50 Pkt.) wird die Kappungsgrenze beim Rabatt um gut 30 Prozent von 1.500 auf 2.000 Euro angehoben. Der zusätzliche ESI-Rabatt zielt damit insbesondere auf die neu in Dienst gestellten Schiffe der ULCS-Größenklasse (Ultra Large Container Ships).

4. Hafengeld/jährliche Anpassung: Die regelmäßige Anpassung des Hafengeldes an die steigenden Kosten des Hafenbetriebs, die für 2013 mit 1,9 Prozent vorgesehen ist, wird nicht wie geplant zum 1. Januar 2013 eingeführt sondern auf den 1. April 2013 verschoben; dies entspricht einer Zurücknahme der Erhöhung um 25 Prozent.

5. Weitere Maßnahmen: Die Hafendienstleister werden die o.g. Maßnahmen im Rahmen ihrer operativen Möglichkeiten ergänzen. Mit der WSD Nord sind Gespräche über eine Deckelung bei den Lotsgelder und Lotsabgaben für die Revierfahrt auf 110.000 BRZ aufgenommen.

6. Verkehrsmanagement auf der Elbe: Das Verkehrsmanagement auf der Elbe und im Hamburger Hafen wird noch stärker an die Anforderungen der besonders großen Schiffe ausgerichtet. Die vermehrten Anläufe dieser Schiffsgrößen erfordern neben dem Einsatz neuester Verkehrsleittechnik auch einen ausreichenden Personalstamm. Aus diesem Grund hat die HPA bereits das Personal in der Nautischen Zentrale aufgestockt. Insbesondere die Koordination sogenannter Begegnungsverkehre auf der Elbe kann somit noch weiter verbessert werden.

Wirtschaftssenator Frank Horch sagt zu den vereinbarten Maßnahmen: „Besonders betroffen von den Verzögerungen bei der Fahrrinnenanpassung sind die Containerschiffe der neuesten Generation mit mehr als 10.000 TEU Ladekapazität, die den Hamburger Hafen nicht voll beladen erreichen- und verlassen können. Mit der Entlastung bei den Gebühren machen wir nicht nur deutlich, dass wir jeden einzelnen Kunden langfristig an uns binden wollen, sondern auch, dass wir eine hervorragende Kooperation mit der gesamten Hafenwirtschaft pflegen und zum Wohle des Hafens und des gesamten Standortes an einem Strang ziehen.“

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, auf der Basis einer konzertierten Aktion von Senat, Hafenverwaltung und Wirtschaft ein Maßnahmenpaket abzustimmen und damit ein Signal in die internationalen Schifffahrtsmärkte zu senden. Ich bin zuversichtlich, dass die hohe Effizienz unseres Hafens verbunden mit diesen Kostenerleichterungen Hamburg weiterhin zum attraktivsten europäischen Hafen für Asienverkehre ma

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*