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Seifert Logistics expandiert in Lützen

Mit dem Lugato-Areal im Gewerbegebiet Zorbau direkt an der A9 an der Ausfahrt Weißenfels hat die Seifert Logistics GmbH ihren Firmensitz mehr als verdoppelt. In Lützen-Zorbau verfügten die Ulmer seit 1993 bereits über 14.000 Quadratmeter angrenzende Lagerfläche. 2013 soll der Umsatz um zwölf Prozent steigen.

„Weil beide Anwesen aneinandergrenzen, war das unser Wunschobjekt“, sagt Mario Wolter. Mit seinen 71 Mitarbeitern, darunter sieben Auszubildende, ist der 45-jährige Bereichsleiter im Dezember in das markante Lugato-Gebäude an der A9 umgezogen. Damit endete das Provisorium in Bürocontainern, das aus dem kontinuierlichen Wachstum des inhabergeführten Logistikdienstleisters resultierte.

Zuvor hatte sich Wolters Team immer wieder mit zusätzlich angemieteten Lagerflächen beholfen. Für 2,5 Millionen Euro konnte Inhaber Harald Seifert im Dezember das Areal mit seinem weithin sichtbaren Turm erwerben. Ein Zehntel des Kaufpreises investierte er in einen Büroanbau, IT-Infrastruktur und die Verbindung mit dem Bestandsareal. Seit Mitte 2011 hatte der Logistikdienstleister das Areal des einstigen Herstellers von Fließenklebern als Mieter genutzt.

Von Lützen aus ist Wolter, der im Mai 2012 den Geschäftsbereich Ost-West übernommen hatte, Teil der Seifert-Gruppe mit aktuell bundesweit 720 Mitarbeitern an 18 Standorten. Für gut 1050 Kunden aus den Branchen Chemie, Baustoffe, Papier, Automotive, Pharma und Konsumgüter bewegt Seifert täglich 800 Lkw. Die nun erworbenen gut 23.000 Quadratmeter, davon 14.000 Frei- und 4000 Quadratmeter Hallenfläche, sind bereits belegt und auch die angemieteten 5000 Quadratmeter Lager zur Hälfte ausgelastet. Der Grund: Für die ICE-Neubaustrecke Leipzig-Erfurt lagert der Logistiker neuerdings die Lärmschutzwände, die im Sauerland produziert werden. Die Bauteile speditiert das Unternehmen mit eigenen Lkw. So lagern aktuell vor allem PV-Module, Parkette und Kunststoffgranulate in Lützen. Hersteller und Großhändler nutzen die Seifert-Läger als Puffer und Wolters Mitarbeiter distributieren die Ware.

Durch immer neue Dienstleistungen und Zusatznutzen macht sich Seifert für die Kunden interessant, die teils Arbeiten wie Bestellwesen, Montage oder Umverpackung aus ihrem Bereich auf den Logistiker übertragen, um sich damit besser auf ihr Kerngeschäft konzentrieren zu können. Das Wachstum, so Wolter, rührt je zur Hälfte aus solchem Mehrumsatz mit Bestandskunden her sowie Neugeschäft. „Wir punkten mit hoher Verfügbarkeit bei inhabergeführten Strukturen“, sagt der Bereichsleiter. Dazu gehören kurze Wege, motivierte Mitarbeiter, hohe Termintreue, geringe Fehlerquoten oder fast keine Transportschäden. 2012 steigerte Seifert, der auf gute Ausbildung, regelmäßige Weiterbildung, langjährige Mitarbeiter und eigene Lkw setzt, den Umsatz um zehn auf 100 Millionen Euro.

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