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DB und SNCF machen sich gemeinsam für Europa stark

Bei einem Treffen in Berlin anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Elysee-Vertrags haben heute der Präsident der französischen Staatsbahn SNCF Guillaume Pepy und der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Bahn Dr. Rüdiger Grube eine gemeinsame Perspektive für die Schiene in Europa aufgezeigt. So wollen die beiden Unternehmen eine stärkere Standardisierung bei Schienenfahrzeugen erreichen, um damit die langwierigen Zulassungsverfahren zu beschleunigen. „In Zukunft sollte jedes Bahnunternehmen problemlos und mit kurzem zeitlichen Vorlauf standardisierte Fahrzeuge für den Einsatz in ganz Europa beziehen können“, forderte Grube.

Auch beim Klimaschutz, bei Mitarbeiterbelangen sowie bei der Verbesserung von grenzüberschreitenden Reiseinformationen und dem Angebot durchgängiger Tickets wollen die Unternehmen ihre Zusammenarbeit intensivieren. „Unser gemeinsames Ziel ist und bleibt ein wirtschaftlich gesunder, klima- und kundenfreundlicher Schienenverkehr in Europa mit fairen Wettbewerbsbedingungen für alle Beteiligten“, bekräftigte Pepy.

Pepy und Grube würdigten die Bedeutung der Eisenbahn für die deutsch-französische Verständigung und das Zusammenwachsen Europas. „Unsere Unternehmen haben dazu beigetragen, dass sich Deutsche und Franzosen in den letzten 50 Jahren besser kennengelernt haben“, so Grube. Allein zwischen Paris und Frankfurt bzw. München waren seit 2007 rund sieben Millionen Fahrgäste grenzüberschreitend unterwegs. Grube verwies außerdem darauf, dass DB und SNCF schon seit über 50 Jahren Auszubildende austauschen. Bisher haben mehr als 1.000 junge Mitarbeiter diese Möglichkeit genutzt. „Der Austausch ist heute wertvoller denn je. Deshalb werden wir das Programm bis zum Sommer auf eine neue vertragliche Grundlage stellen“, kündigte Grube an.

„Wir sind selber Teil der engen deutsch-französischen Beziehungen ? als Partner genauso wie als Wettbewerber“, ergänzte Pepy. „Als die größten Bahnunternehmen in Europa und als starkes deutsch-französisches Tandem sehen wir uns jetzt in der Verantwortung, für unsere Kunden und den gesamten Sektor den einheitlichen europäischen Eisenbahnraum voranzubringen.“ Unterstützung erhoffen sich die Unternehmen von den Beauftragten für die deutsch-französische industrielle Zusammenarbeit. Grube und Pepy sind überzeugt, dass bei Themen wie der Vereinheitlichung von Zulassungs-verfahren und der Standardisierung von Ersatzteilen eine enge deutsch-französische Kooperation auch auf Regierungsebene entscheidende Fortschritte für den Schienenverkehr in Europa bringen kann.

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