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Weniger Wartezeit in der CargoCity

29 Studierende des Bachelor-Studiengangs Betriebswirtschaft der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) haben den Abfertigungsprozess für LKW’s in der CargoCity am Frankfurter Flughafen untersucht. Schwerpunkt des Projekts war die Analyse der Verkehrsvorgänge zwischen in der CargoCity ansässigen Speditionen und Frachtabfertigern (Cargo Handling Agents) bzw. Fluggesellschaften.

Am Frachtstandort CargoCity des Flughafens Frankfurt sind mehr als 500 Unternehmen tätig. Die komplexen Prozesse bei der Abwicklung von Luftfracht erfordern intensiv abgestimmte Prozesse zwischen allen Beteiligten der Wertschöpfungskette. Die CargoCity Frankfurt Task Force, die die Interessen der in der Luftfracht tätigen Unternehmen am Frankfurter Flughafen vertritt, hat deshalb mehrere Projekte initiiert.

Kürzlich präsentierten die Studierenden den beteiligten Unternehmensvertretern ihre Ergebnisse. Sie zeigten Potenziale beim Abfertigungsprozess der Fracht insbesondere am Übergang zwischen dem von den Speditionen (S) praktizierten Push-Prinzip zu den Frachtabfertigern (HA) sowie dem im Anschluss angewendeten Pull-Prinzip beim Weitertransport und der Frachtübergabe an die Fluggesellschaften. Letzteres erfolgt in Abhängigkeit der sogenannten „Latest Acceptancy Time“, des spätest möglichen Zeitpunkts, zu dem eine Fracht an die Airline übergeben werden muss (siehe Abbildung).

Die Studierenden unterstrichen die Notwendigkeit einer zentralen Informationsbasis, die den LKW-Zulauf steuert.

„Auch wenn das Projekt nur eine Momentaufnahme der logistischen Prozesse abbildet, führt es in kurzer Zeit zu praktischen Lösungsvorschlägen für die beteiligten Unternehmen“, bewertet Projekt-Betreuer Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke vom Fachbereich 3: Wirtschaft und Recht der FH FFM die Ergebnisse. „Situationen, dass LKW?s nach 500 Metern Anfahrt eine Stunde auf Abfertigung warten müssen, könnten und sollten künftig verhindert werden.“

Bereits im Sommersemester 2012 analysierten Studierende des Master-Studiengangs „Wirtschaftsingenieurwesen“ der FH Frankfurt die verkehrsstärksten Zeiten in der CargoCity, die in dem aktuellen Projekt berücksichtigt wurden.

Die Praxisfallprojekte verfolgen das Ziel, eine Brücke zwischen Hochschule und Praxis zu schlagen. „Die Studierenden profitieren von Praxiserfahrungen und die Unternehmen können sich frühzeitig einen Überblick über potenziellen (Führungskräfte-)Nachwuchs verschaffen. Die Projekte sind ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen mit dem House of Logistics and Mobility, HOLM, am Frankfurter Flughafen als Mittler. Wir bedanken uns vor allem bei den beteiligten Unternehmen in der CargoCity für die hervorragende Unterstützung“, betont Schocke.

Michael Vorwerk, Vorstandsbeauftragter Standort Frankfurt der Lufthansa Cargo AG und deren Vertreter in der CargoCity Frankfurt Task Force, bestätigt: „Zum einen ermöglichen wir den Studierenden einen Blick in die Unternehmen in der CargoCity; zum anderen unterstützt dieses Projekt auch die Task Force bei dem Ziel, die Abfertigungsprozesse in der CargoCity nachhaltig zu verbessern.“

Mitglieder der im März 2012 gegründeten CargoCity Frankfurt Task Force sind Vertreter der Board of Airline Representatives in Germany (BARIG), der Fraport AG, der Lufthansa Cargo AG, des Speditions- und Logistikverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz (SLV) und des Verbands der Air Cargo Abfertiger Deutschlands (VACAD). Die Erhebung erfolgte stichprobenartig bei am Projekt beteiligten Unternehmen wie DB Schenker, DHL Global Forwarding, Kühne & Nagel, Panalpina, UPS sowie Yusen Logistics.

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