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Top-Arbeitgeber setzen auf Fußball

Der Lieblingssport der Deutschen lässt auch Geschäftsteams zur Hochform auflaufen. Das wurde am gestrigen Abend deutlich, als die besten Arbeitgeber des deutschen Mittelstands im Landschaftspark Duisburg-Nord das „Top Job„-Qualitätssiegel erhielten. Überreicht wurde die Auszeichnung von Wolfgang Clement, Bundeswirtschaftsminister a. D., der damit die vorbildliche Personalarbeit der Mittelständler würdigt. Die Preisträger wissen, worauf es bei einem erfolgreichen Team ankommt: Zusammenhalt, Kommunikation, Motivation und nicht zuletzt die Gesundheit der Mitarbeiter. Um diese Eigenschaften zu fördern, setzten einige von ihnen auf Fußball, und das im großen Stil.

Wenn ein Unternehmen viel Geld in die Hand nimmt, um seinen Markenauftritt zu stärken, haben die Beschäftigten davon häufig nur einen indirekten Nutzen. Anders ist das bei dem Kölner „Top Job“-Unternehmen Sparhandy GmbH. Der Onlinehändler von mobilen Kommunikationsgeräten sponsert mehrere Fußballclubs, und davon profitieren seine Mitarbeiter ganz direkt: Die Spieler der unternehmenseigenen Fußballmannschaft dürfen mit den Profikickern des Traditionsvereins FSV Frankfurt ins Trainingslager fahren. Außerdem werden die Mitarbeiter einmal pro Woche im Büro von einem Physiotherapeuten massiert, der sonst mit den Sportlern des 1. FC Köln arbeitet.

Der Energiedienstleister ista aus Essen stellt ein sportliches Großereignis auf die Beine, um den Teamgeist seiner Belegschaftsmitglieder zu stärken: Einmal im Jahr treffen sich zahlreiche Mitarbeiter der „Top Job“-Preisträgerin ista Deutschland GmbH und der weltweit tätigen ista International zum Soccer-Cup. Im Sommer 2012 sind 32 Teams mit sage und schreibe 321 Fußballern aus 18 Ländern und ihren Fans nach Gelsenkirchen gereist, um dort auf dem Trainingsgelände des FC Schalke zu kicken. Das Firmenturnier, an dem immer auch ein Team der Geschäftsleitung teilnimmt, bietet weit mehr als nur spannende Spiele: ein gegenseitiges Kennenlernen, einen direkten Austausch und ein Wir-Gefühl, das seinesgleichen sucht.

Auch die Geschäftsleitung der buw Unternehmensgruppe aus Osnabrück weiß, dass der Sport mit dem runden Leder Menschen verbindet. Deswegen haben die Kommunikationsdienstleister gleich einen eigenen Fußballclub gegründet. Der F.C. Real ist in Sachen Vereinsleben, Fankultur und Merchandising ganz professionell aufgestellt. Der Sportclub stärkt die Spieler mental und körperlich und schweißt die Belegschaft des Top-Arbeitgebers zusammen.

Der Unternehmensvergleich basiert auf dem Verfahren, das Prof. Dr. Heike Bruch vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen entwickelt hat. Prof. Bruch und ihr Team führen seit 2005 im Rahmen von „Top Job“ die Mitarbeiterbefragungen und die Befragungen der Personalleiter durch. Für die aktuelle Runde haben sich 131 Unternehmen bei „Top Job“ beworben, 89 von ihnen erhalten die Auszeichnung als beste Arbeitgeber im deutschen Mittelstand.

Die diesjährigen Top-Arbeitgeber beschäftigen im Schnitt 328 Mitarbeiter. Jedes zweite Unternehmen ist in Familienbesitz. 40 Prozent der Ausgezeichneten entlohnen ihre Beschäftigten übertariflich. Und die vorbildlichen Arbeitgeber sind auch wirtschaftlich erfolgreich: Unter ihnen finden sich 26 nationale und 13 Weltmarktführer.

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