Newsticker

Deutsche Post DHL bleibt in der Erfolgsspur

Der Post- und Logistikkonzern, Deutsche Post DHL, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurück. Der Konzernumsatz konnte im abgelaufenen Jahr um 5,1 Prozent auf insgesamt 55,5 Milliarden Euro gesteigert werden. In diesem Wachstum spiegelt sich vor allem die herausragende Marktposition von DHL in den globalen Wachstumsregionen – insbesondere in Asien – wider.

Das Unternehmen, das weltweit in mehr als 220 Ländern und Territorien aktiv ist, generiert inzwischen rund 70 Prozent seiner Umsätze außerhalb Deutschlands. Gleichzeitig profitiert der BRIEF-Bereich des Konzerns mit seinem weiterhin sehr erfolgreichen Paketgeschäft hierzulande vom rasanten Wachstum des Internethandels. Diese exzellente Aufstellung des Konzerns und seiner Divisionen in Märkten mit weiterhin besonders hoher Dynamik bildete zugleich die Basis für einen überproportionalen Anstieg des Konzern-EBIT im abgelaufenen Jahr. Mit 2,67 Milliarden Euro lag das operative Ergebnis innerhalb des angepeilten Zielkorridors von 2,6 Milliarden Euro bis 2,7 Milliarden Euro und gut 9 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Konzerngewinn kletterte im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 500 Millionen Euro auf 1,66 Milliarden Euro.

„Mit dem erfolgreichen Abschluss des Jahres 2012 haben wir ein weiteres Etappenziel im Rahmen unserer Strategie 2015 erreicht“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Deutsche Post DHL, Frank Appel. „Im abgelaufenen Jahr haben wir auf einem nicht immer einfachen Weg weitere wichtige Fortschritte erzielt. Und wir haben geliefert, was wir versprochen haben – im Sinne unserer Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre.“

Ausblick

Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem moderaten, im Jahresverlauf an Dynamik zunehmenden Wachstum der Weltwirtschaft und – besonders in den DHL-Bereichen – mit einem entsprechenden Anstieg und Verlauf der Umsätze. Für das Konzern-EBIT prognostiziert das Unternehmen einen weiteren Anstieg auf 2,7 Milliarden Euro bis 2,95 Milliarden Euro. Während der erwartete Beitrag des BRIEF-Bereichs zwischen 1,1 Milliarden Euro und 1,2 Milliarden Euro liegt, soll der operative Gewinn von DHL einen Wert zwischen 2,0 Milliarden Euro und 2,15 Milliarden Euro erreichen.

Der Aufwand des Bereichs Corporate Center/Anderes wird voraussichtlich wieder bei rund 400 Millionen Euro liegen. Auch das Konzernergebnis soll sich im Jahr 2013 analog zum operativen Geschäft weiter verbessern. Außerdem erwartet das Unternehmen, dass der Fokus auf die Cash-Generierung im laufenden Jahr zu weiteren Fortschritten führen wird. In dem Zusammenhang hat es sich der Konzern für 2013 zum Ziel gesetzt, dass der Free Cashflow mindestens die diesjährige Dividende für das Geschäftsjahr 2012 abdecken soll.

Über das laufende Jahr hinaus zeigt sich das Unternehmen ebenfalls optimistisch und rechnet mit einer Fortsetzung des positiven Ergebnistrends: Während der Konzern für DHL eine Ergebnisverbesserung um jährlich durchschnittlich 13 bis 15 Prozent zwischen 2010 und 2015 erwartet, sollen die eingeleiteten Kostenmaßnahmen und Wachstumsprogramme die Profitabilität im BRIEF-Bereich bei mindestens 1 Milliarde Euro stabilisieren. In Kombination mit der geplanten Verringerung des Aufwands für den Bereich Corporate Center/Anderes soll das operative Ergebnis des Konzerns so bis 2015 auf 3,35 Milliarden Euro bis 3,55 Milliarden Euro gesteigert werden.

„Die vergangenen drei Jahre haben gezeigt, dass unsere Strategie 2015 trägt“, fügte Vorstandschef Appel hinzu. „Mit unserem einzigartigen Portfolio von Produkten und Dienstleistungen und der exzellenten Marktposition in den Wachstumsmärkten der Welt – den Emerging Markets und dem Internet – verfügen wir heute über eine hervorragende Plattform für weiteres profitables Wachstum. Hierauf werden wir aufbauen und den Konzern – Schritt für Schritt – zum nächsten Etappenerfolg führen.“

Geschäftsjahr 2012

Der Konzern liarden Euro) getätigt. Hierin spiegeln sich unter anderem die Ausgaben für den Ausbau der Paketinfrastruktur des BRIEF-Bereichs wider, die das überdurchschnittliche Wachstum des Geschäftsbereichs in den nächsten Jahren unterstützen soll. Der Großteil der Aufwendungen entfiel jedoch auf die DHL-Divisionen des Unternehmens. Die Schwerpunkte lagen dabei unter anderem bei den Investitionen in eine effizientere Flugzeugflotte, den weiteren Ausbau des Netzwerks, moderne Lagerhäuser und eine neue Global Forwarding IT-Infrastruktur.

Cashflow

Trotz der deutlichen EBIT-Verbesserung verzeichnete der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr einen Mittelabfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 203 Millionen Euro. Im Jahr 2011 hatte das Unternehmen noch einen positiven operativen Cashflow von 2,4 Milliarden Euro generiert. Verantwortlich für diese Entwicklung war vor allem die Ausfinanzierung der Pensionsverbindlichkeiten im vierten Quartal in einer Größenordnung von etwa 2 Milliarden Euro. Dieser Umstand spiegelt sich auch in der Entwicklung des Free Cashflows wider, der im Geschäftsjahr 2012 auf minus 1,9 Milliarden Euro zurückging (2011: 749 Millionen Euro). Ohne die nicht wiederkehrenden Sondereffekte in Höhe von insgesamt 2,6 Milliarden, zu denen auch die Umsatzsteuernachzahlung (482 Millionen Euro) sowie Restrukturierungsausgaben (140 Millionen Euro) zählten, hätte der Free Cashflow nahezu auf Höhe des Vorjahresniveaus gelegen. Ebenfalls maßgeblich beeinflusst durch diese Sondereffekte sowie die Zahlung der Beihilferückforderung (298 Millionen Euro) wies das Unternehmen daher Ende Dezember eine Nettoverschuldung in Höhe von rund 2 Milliarden Euro auf (2011: Nettoliquidität 938 Millionen Euro).

Unternehmensbereich BRIEF

Obwohl das vergangene Geschäftsjahr drei Arbeitstage weniger umfasste und der Trend von Volumenrückgängen im klassischen Briefgeschäft auch 2012 wie erwartet anhielt, lagen die Erlöse des BRIEF-Bereichs mit 14,0 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau. Dabei hat das Unternehmen weiterhin von der hohen Dynamik im Paketgeschäft profitiert. Im Zuge des zunehmenden Internethandels und durch innovative eigene Services – von praktischen Shopping-Portalen bis hin zu einer Vielzahl von Wahlmöglichkeiten bei der Auslieferung – konnten die Umsätze in diesem Geschäftsfeld deutlich gesteigert werden. Getrieben von einem zweistelligen Volumenzuwachs mit Geschäftskunden kletterten sie um 9 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

Damit generiert das florierende Paketgeschäft bereits ein Viertel der Gesamtumsätze des BRIEF-Bereichs und hat gleichzeitig zur angestrebten Stabilisierung der Profitabilität der Division beigetragen: Mit 1,05 Milliarden Euro lag das operative Ergebnis im Jahr 2012 zwar um gut 50 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (2011: 1,11 Milliarden Euro). Dieser Rückgang liegt jedoch ausschließlich in der geleisteten Umsatzsteuernachzahlung begründet. Ohne diesen einmaligen Effekt in Höhe von 151 Millionen Euro wäre das operative Ergebnis des BRIEF-Bereichs trotz der fehlenden Arbeitstage, der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neckermann-Insolvenz sowie der durch den Tarifvertrag erhöhten Personalkosten gestiegen.

Unternehmensbereich EXPRESS

Der EXPRESS-Bereich hat im Jahr 2012 von seiner starken Marktposition in den dynamischen Wachstumsregionen der Welt profitiert, seine erfolgreiche Umsatz- und Ergebnisentwicklung fortgesetzt und seinen weltweiten Marktanteil weiter ausgebaut. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um über 1 Milliarde Euro oder 9,3 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro (2011: 11,7 Milliarden Euro). Neben positiven Währungseffekten war einmal mehr vor allem das starke Wachstum bei den internationalen zeitgenauen Sendungen hauptverantwortlich für die deutliche Erlössteigerung. Dabei wurden in allen Regionen – außer in Europa, wo der Umsatz jedoch ebenfalls deutlich stieg – zweistellige Zuwächse realisiert. Besonders stark wuchsen Umsätze und Volumina in Asien sowie in der Region Amerika, wo vor allem die guten Geschäfte in den USA maßgeblich für die positive Geschäftsentwicklung waren.

Zusätzlich zu den operativen Verbesserungen haben Einmaleffekte – der Umsatzsteuernachzahlung, von der 30 Millionen Euro auf den EXPRESS-Bereich entfielen, standen die Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen (99 Millionen Euro) und Erlöse aus dem Verkauf des inländischen Expressgeschäfts in Australien und Neuseeland (44 Millionen Euro) gegenüber – den Ergebnisanstieg des Unternehmensbereichs in einem Umfang von insgesamt 113 Millionen Euro unterstützt. Unter dem Strich stieg das Bereichs-EBIT im abgelaufenen Geschäftsjahr um 21 Prozent auf 1,11 Milliarden Euro (2011: 916 Millionen Euro).

Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT

In einem herausfordernden Umfeld konnte der Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT seinen Umsatz im Jahr 2012 – vor allem aufgrund positiver Währungseffekte – um mehr als 500 Millionen Euro oder 3,6 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro steigern. Im Vorjahr hatte die Division Erlöse in Höhe von 15,1 Milliarden Euro generiert. Während die Volumina und Umsätze im Luftfrachtbereich 2012 rückläufig waren, konnten die Erlöse im Seefracht- und Landverkehrsgeschäft gesteigert werden.

Dank der selektiven Wachstumsstrategie und zum Teil verbesserter Einkaufskonditionen konnten darüber hinaus die Bruttomargen in allen drei Geschäftsfeldern weiter erhöht werden. In Kombination mit den erzielten weiteren Effizienzsteigerungen konnte der Unternehmensbereich so das operative Ergebnis trotz der Anlaufkosten im Zusammenhang mit der Einführung der neuen IT-Infrastruktur überproportional um 16,4 Prozent von 440 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011 auf 512 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr steigern.

Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN

Auch der SUPPLY CHAIN-Bereich von Deutsche Post DHL ist im abgelaufenen Geschäftsjahr profitabel gewachsen. Umsatz und Ergebnis lagen zum Jahresende deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Erlöse des Unternehmensbereichs stiegen um 8,4 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro (2011: 13,2 Milliarden Euro). Neben positiven Währungseffekten trugen vor allem organische Zuwächse in den „Automotive“- und „Life Sciences & Healthcare“-Sektoren zu dieser positiven Entwicklung bei.

Das mit 1,2 Milliarden Euro weiterhin hohe Volumen neu abgeschlossener Verträge mit Neu- und Bestandskunden, die Verbesserung der Gewinnmargen dieser Neuverträge sowie eine konstant hohe Vertragsverlängerungsrate sind weitere Belege für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung des Unternehmensbereichs. In Kombination mit der weiterhin strikten Kostenkontrolle konnte der Weltmarktführer in der Kontraktlogistik auch den Gewinn deutlich steigern: Mit 416 Millionen Euro lag das operative Ergebnis um 14,9 Prozent oder gut 50 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau von 362 Millionen Euro.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*