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Leipzig-Halle: Stärkere Zusammenarbeit der Logistikdrehscheiben angestrebt

Das Netzwerk Logistik Leipzig-Halle stärkt die Verbindungen zwischen der mitteldeutschen Industrie und dem Hafen Rotterdam. Zur 2. Rotterdamer Hafentagung kamen letzte Woche in Leipzig Vertreter der Port of Rotterdam Authority und eine Delegation niederländischer Logistiker mit Industrie- und Handelsunternehmern sowie Logistikdienstleistern aus der Region Leipzig-Halle zusammen. Im Fokus der Veranstaltung standen die Intensivierung der Zusammenarbeit und eine weitere Vernetzung der Standorte.

Der Hafen Rotterdam ist der größte Tiefseehafen Europas und einer der wichtigsten Logistik- und Industriestandorte des Kontinents. Allein im Jahr 2012 wurden hier 441 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Entsprechend groß sind die Potentiale für die mitteldeutsche Logistikregion, die verkehrsträgerübergreifend hervorragend an den niederländischen Hafen angebunden ist.

Dem Standort Leipzig-Halle kommt zudem aufgrund seiner geographisch günstigen Lage zu den Verbrauchermärkten in Mittel- und Osteuropa eine zunehmende Bedeutung im Hinterlandverkehr des Rotterdamer Hafens zu. Bereits heute verkehren fünfmal wöchentlich Güterzüge zwischen dem Terminal Leipzig-Wahren am Güterverkehrszentrum Leipzig und dem Duisburger Hafen, Europas größtem Binnenhafen. Per Güterzug- oder Binnenschiffsverbindungen gelangen die Container dann weiter zum Hafen Rotterdam. Besonders für mitteldeutsche Unternehmen, die Boxen auf dem Schienen- und Straßenweg befördern, bieten sich durch eine engere Kooperation bedeutende Entwicklungschancen.

„Die Rotterdamer Hafentagung ist eine ideale Gelegenheit für die exportorientierte mitteldeutsche Wirtschaft, mit hochrangigen Vertretern eines der wichtigsten internationalen Seehäfen ins Gespräch zu kommen. Aber auch in der anderen Richtung eröffnen sich attraktive Potentiale, da die Logistikregion Leipzig-Halle ein prädestinierter Standort für den Import von Waren aus Rotterdam ist. Von hier aus werden die mittel- und osteuropäischen Märkte in West-Ost-Richtung auf dem schnellsten Wege erreicht“, betont Uwe Arnold, Netzwerkmanager im Netzwerk Logistik Leipzig-Halle.

Mit dem Hafen Hamburg und dem Port Sassnitz-Mukran e.V. pflegt das Netzwerk bereits enge Kooperationen und agiert als Hafenhinterland-Drehscheibe auf dem wichtigen europäischen Nord-Süd-Korridor.

Die Rotterdamer Hafentagung fand bereits zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Netzwerk Logistik Leipzig-Halle statt. 2010 richtete das Rotterdam Port Promotion Council das Veranstaltungsformat in Zusammenarbeit mit dem Netherlands Business Support Office (NBSO) erstmals in Leipzig aus.

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