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24plus im Jahr 2012 mit leichtem Plus

Die Stückgutkooperation 24plus logistics network hat im Jahr 2012 beim Netzwerkumsatz und bei der Zahl der Sendungen ein leichtes Plus verbuchen können. Der Gruppenumsatz lag 2012 bei 451,3 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr mit 446,5 Millionen Euro eine Steigerung von 1,1 Prozent bedeutet.

2012 liefen 7,21 Millionen Sendungen durch das Stückgutnetz der Kooperation, dies sind 180.000 Sendungen oder 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr mit 7,03 Millionen Sendungen. Die im Netzwerk bewegte Tonnage blieb 2012 im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 1,75 Millionen Tonnen. Für das Jahr 2013 erwartet die Kooperation ein Mengengerüst und Umsatzvolumen auf dem Niveau von 2012.

Das leichte Wachstum bei Umsatz und Sendungsaufkommen führt 24plus-Geschäftsführer Peter Baumann darauf zurück, dass 24plus sich im Jahr 2012 um zwei Partner verstärkt hatte. Im Februar 2012 stieß die Adolf Schuck Transport + Logistik GmbH mit Sitz in Stockstadt zum Stückgutnetz, im September wurde die Niederlassung Lichtenfels des Logistikkonzerns Kühne+Nagel 24plus-Partner. Damit wuchs die Kooperation von 64 auf 66 Partner an.

Bereinigt um die Verstärkungen im Inland lag 24plus 2012 gleichauf mit dem Vorjahr. „Allerdings täuschen die stabilen Gesamtzahlen darüber hinweg, dass wir, wie der gesamte Stückgutmarkt, 2012 mit extrem kurzfristigen und starken Mengenschwankungen zu kämpfen hatten“, erklärt Peter Baumann. „Fehlt die Grundlast, bleiben die Fixkosten des Netzwerks, insbesondere der Hauptläufe, bestehen. Kommen plötzlich Mehrmengen ins Netz, entstehen Überhänge, die mit zusätzlichen Kapazitäten abgebildet werden müssen. Dieses Wechselspiel geht zulasten der Wirtschaftlichkeit.“

Dabei sieht Baumann das zweistufige 24plus-Netz, in dem 80 Prozent der Sendungsmengen über Direktverkehre und 20 Prozent über das Zentralhub Hauneck und die beiden Regionalhubs in Ludwigsburg und Langenhagen laufen, sogar als optimale Konstruktion, um Mengenschwankungen abzufangen. In Hochphasen lassen sich Überhänge in den Direktverkehren auf die Hubverkehre verlagern. In schwachen Phasen wiederum können die Partner unrentabel gewordene Direktverkehre ausdünnen oder einstellen, ohne ihre Leistungsfähigkeit zu verlieren. Allerdings müssen dafür die Prozesse angepasst werden. Baumann: „Ein Umschalten von heute auf morgen, je nach Marktlage, funktioniert leider nicht.“

Das Zentralhub in Hauneck bewältigte 2012 wie in den Vorjahren durchschnittlich etwas mehr als 800 Tonnen pro Nacht, in den beiden Regionalhubs in Langenhagen und Ludwigsburg wurden tagesdurchschnittlich jeweils rund 200 Tonnen umgeschlagen.

Verhaltene Prognose

In den ersten zweieinhalb Monaten des Jahres 2013 war bei 24plus eine Fortsetzung der Mengenschwankungen zu beobachten. Generell rechnet die Stückgutkooperation aber im laufenden Jahr nicht mit einem Einbruch der Gesamtkonjunktur und erwartet daher für 2013, das Sendungsvolumen und den Umsatz auf dem Niveau von 2012 halten zu können. Baumann: „Ein hoher Wert ist dabei unsere Systemstabilität.“ 2012 gab es neben den beiden Zugängen im Inland nur einen Partnerwechsel. Der Italienpartner TCO Sud schied Ende April 2012 aus dem Netzwerk aus und wurde ohne Vakanz von Lagermax Italia ersetzt.

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