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Transco verlagert Verwaltung und Betrieb von Konstanz nach Singen

Die mittelständische Logistikgruppe Transco wird ihren Hauptsitz von Konstanz nach Singen verlegen. Alle 149 Konstanzer Mitarbeiter werden am 28 Kilometer entfernten Standort Singen weiterbeschäftigt. Das Zollbüro wird in Konstanz bleiben.

Der Standort Singen bietet der Spedition eine bessere Verkehrsanbindung, Hauptgrund sind aber die Platzverhältnisse und die damit verbundenen Erweiterungsmöglichkeiten. Eine Teilverlagerung ist bereits in 2011 erfolgt, der jetzige Umzug soll in mehreren Phasen erfolgen und bis April 2014 abgeschlossen sein. Das Firmengelände in Konstanz befindet sich in Eigentum von Transco, die weitere Nutzung des Anwesens ist noch offen.

Den 40.000 Quadratmeter großen Standort in der Gottlieb-Daimler-Straße in Singen hatte der Logistiker Transco im Jahr 2011 bezogen und dort anfänglich die Italienverkehre und später die Europaverkehre angesiedelt. Der Standort Singen ist gut doppelt so groß wie das Betriebsgelände am Hauptsitz in Konstanz. Waschanlage, Tankstelle und Reparaturwerkstätte sind dort ebenfalls vorhanden. Das Verwaltungsgebäude wird um rund 1.000 Quadratmeter erweitert. Die Gesamtinvestition in Singen wird mit 3,8 Millionen Euro beziffert.

„Wir haben uns die Standortentscheidung nicht leicht gemacht“, erklärt Christian Bücheler, der geschäftsführende Gesellschafter der Transco-Gruppe. „Konstanz ist unsere Geburtsstätte, emotional hängen wir an der Stadt und waren hier immer willkommen und zufrieden. Die Fakten aber sprechen eindeutig für eine Verlagerung.“ Ein Vorteil ist die bessere Verkehrsanbindung des Standortes Singen. Das Transco-Logistikzentrum Gottmadingen mit 60.000 Quadratmetern bewirtschafteter Lagerfläche ist nur noch knapp neun und nicht mehr über 40 Kilometer weit entfernt, die A 81 ist ab Singen in zehn Kilometern erreicht. Der entscheidende Vorteil ist jedoch, dass der Standort Singen eine Erweiterung des Betriebs zulässt.

Aber auch interne Prozesse spielten bei der Entscheidung, den Standort Konstanz zu verlassen, eine Rolle. So kommt es in Singen und Konstanz zu Parallelprozessen, außerdem wurden im vergangenen Jahr zwischen den beiden Standorten 11.000 Tonnen Güter hin- und hertransportiert. Dabei standen die Transco-Lkw neben der reinen Fahrzeit auf der verkehrsbelasteten B 33 über 2.100 Stunden lang im Stau. „Diese Shuttlefahrten fallen ab April 2014 größtenteils weg“, erklärt Christian Bücheler. „Weniger Verkehr ist gut für die Wirtschaftlichkeit, gut für die Umwelt und gut für die anderen Verkehrsteilnehmer.“

Angebot an die Mitarbeiter

In Konstanz wird Transco auch nach der Betriebsverlagerung ein Zollbüro betreiben. Alle übrigen 149 Mitarbeiter aus Konstanz werden am neuen Standort Singen weiterbeschäftigt. „Derzeit überlegen wir uns, wie wir unsere Konstanzer Kollegen unterstützen können“, erklärt Tania Mel Alvarez, zuständig für die Personalentwicklung. „Wir denken über Fahrgeld und Fahrgemeinschaften nach. Wir haben gut ein Jahr Zeit bis zum Abschluss und sind als mittelständischer Betrieb flexibel genug, für jeden Einzelfall eine gute Lösung zu finden.“

Das rund 20.000 Quadratmeter große Areal in der Max-Stromeyer-Straße in Konstanz ist Eigentum der Transco-Gruppe. Für die weitere Nutzung gibt es noch keine konkreten Pläne. „In den vergangenen Jahren sind wir rasch gewachsen“, sagt Bücheler. „Es kann also gut sein, dass wir Konstanz als Ausweichfläche vorhalten.“ Aber auch einem Verkauf des Grundstücks steht Bücheler aufgeschlossen gegenüber.

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