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Röhlig 2012: Dynamik in Amerika, Rückgang in Europa

Das inhabergeführte Logistikunternehmen Röhlig gab seine endgültigen Bilanzzahlen für das Jahr 2012 bekannt. Danach hat der Anbieter von See- und Luftfrachtdienstleistungen mit einem Ebit von 14,3 Mio. Euro rund sieben Prozent weniger verdient als im Vorjahr. „Damit haben wir unser Ertragsziel verfehlt, aber unter schwierigen Rahmenbedingungen immer noch das drittbeste Ergebnis der Firmengeschichte erzielt“, kommentiert der geschäftsführende Gesellschafter Thomas W. Herwig.

Der Umsatz stieg in 2012 um 16,6 Prozent auf 572,4 Mio. Euro, der erwirtschaftete Rohertrag lag mit 110,9 Mio. Euro um 15,3 Prozent höher als im Vorjahr und damit im Rahmen der langfristigen Planung.

Größter Wachstumstreiber war mit einem Zuwachs von 54 Prozent die Region Amerika, auch in Asien und der Pazifikregion waren die Zuwächse zweistellig. Sorgen bereitet lediglich die Region Europa, die um 2,4 Prozent rückläufig war, während Deutschland noch um 5,2 Prozent gewachsen ist.

„Unsere Luftfrachterträge sind bei stagnierendem Weltmarkt mit 17,3 Prozent erstmals wieder schneller gewachsen, als die Seefracht (plus 12 Prozent) und auch die im Aufbau befindlichen Dienstleistungen Projektgeschäft und Supply Chain Management haben sich mit plus 46 Prozent gut entwickelt“, erläutert der operative Geschäftsführer Quentin Lacoste die Situation im Kerngeschäft von Röhlig.

Verbesserte Produktivität angestrebt

Finanzchef Hans-Ludger Körner verweist auf die verbesserte Finanzkraft von Röhlig: „Trotz gestiegener Bilanzsumme haben wir die Eigenmittelquote auf 30,7 Prozent gesteigert und sind damit für weiteres Wachstum gut gerüstet. In den beiden kommenden Jahren wird der Schwerpunkt allerdings auf der Verbesserung der Produktivität liegen ? die Weichen dazu haben wir bereits am Ende des vergangenen Jahres gestellt“.

2013 bleibt herausfordernd

Thomas W. Herwig sieht in 2013 einige Herausforderungen auf die Branche zukommen: „Sowohl die Wachstumsschwäche in den Volkswirtschaften Amerika und Asien als auch die Rezession in Europa haben nach meiner Ansicht nicht nur konjunkturelle, sondern auch strukturelle Ursachen. Wir können nicht damit rechnen, dass die alten Wachstumszahlen über Nacht zurückkommen. Auch die Schifffahrtskrise ist keineswegs vorüber, im Gegenteil, sie verschärft sich gerade.“ Daher erwarte Röhlig ein anspruchsvolleres Umfeld, sei darauf aber gut vorbereitet.

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