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KEP-Studie 2013: Rekord bei Umsatz und Arbeitsplätzen

„Motor für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung“, lautet der Titel der KEP-Studie 2013, die der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) am Montag in Berlin präsentierte. Die Marktanalyse bescheinigt der KEP-Branche für das Jahr 2012 Rekordwerte.

Demnach stieg der Umsatz um 3,7 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro, das Sendungsaufkommen konnte um 3,5 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Standard-, Express- und Kuriersendungen zulegen. Damit hat sich die KEP-Branche vom negativen Trend des Gesamtgüterverkehrsaufkommens entkoppelt, das vergangenes Jahr um rund 2 Prozent geschrumpft ist. Insgesamt legte der KEP-Umsatz seit dem Jahr 2000 um 55 Prozent zu.

Vom Boom der KEP-Branche profitiert auch der Arbeitsmarkt: 190.800 Beschäftigte arbeiteten 2012 direkt bei KEP-Unternehmen ? 31.000 Menschen mehr als noch ein Jahrzehnt zuvor. Je 1.000 Arbeitsplätzen generiert die KEP-Branche weitere 960 Arbeitsplätze im Umfeld ihrer Dienstleister.

„Der Service unserer Mitgliedsunternehmen spielt für den Erfolg der deutschen Wirtschaft inzwischen eine wichtige Rolle“, unterstreicht Gunnar Uldall, Präsident des BIEK. „Flexible Lieferprozesse und innovative Logistik-Dienstleistungen der KEP-Branche stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.“ Handel und produzierendes Gewerbe könnten damit ihre Beschaffungs- und Absatzradien vergrößern und Kosten durch den Einsatz moderner, arbeitsteiliger Produktions- und Fertigungsprozesse sparen. „Unternehmen binden unsere Dienstleistungen immer intensiver in ihre Wirtschaftsprozesse ein“. Diese Entwicklung, so Uldall, spiegele sich in der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP): 1 Prozent-BIP-Wachstum gehe einher mit 1,8 Prozent-Wachstum der KEP-Umsätze. Damit wachse der KEP-Markt seit dem Jahr 2000 knapp doppelt so schnell wie die Gesamtwirtschaft. Die in der KEP-Studie befragten Unternehmen erwarten für die kommenden Jahre eine weiter wachsende Nachfrage und damit einhergehend ein weiterhin überdurchschnittliches Wachstum bei Umsatz und Sendungsvolumen.

Innerhalb der KEP-Segmente ist ein weiterer Trend zu beobachten: Durch den Boom beim Online-Shopping bekommt der Paketversand zum Privatkunden (B2C) ein immer größeres Gewicht. 2012 hat der Umsatz im B2C-Geschäft 8 Mrd. Euro betragen, was einem Anteil von 52 Prozent am KEP-Gesamtmarkt entspricht ? Tendenz weiter steigend. Das Endverbraucher-Segment (B2C) im Paketmarkt konnte um 9,2 Prozent zulegen, während der Geschäftskundenbereich mit einem leichten Rückgang um 0,6 Prozent nahezu stagnierte. Die KEPStudie 2013 zeigt, dass sich dieser Trend in Zukunft noch verstärken kann.

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