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KLU und Procter & Gamble starten gemeinsames Forschungsprojekt

In einem auf vier Jahre angelegten Projekt wollen die Kühne Logistics University und P&G gemeinsam erforschen, wie mit intelligenten Alternativen zum reinen LKW-Transport Kosten und CO2-Emissionen reduziert werden können.

Procter & Gamble, einer der größten Konsumgüterhersteller der Welt und bekannt für Marken wie Gillette, Pampers und Wella, entwickelt in seinem Brüsseler „Supply Network Innovation Center“ (SNIC) bereits heute innovative Lösungen für die Logistik und das Supply Chain Management. Das SNIC von Procter & Gamble und die Kühne Logistics University richten nun an der KLU gemeinsam eine vierjährige Doktorandenstelle für die Erforschung des synchromodalen Verkehrs ein. Beim synchromodalen Verkehr wird jedes Produkt mit dem Verkehrsträger transportiert, der die Anforderungen bezüglich Kosten, Qualität und Nachhaltigkeit am besten erfüllt. Ein Wechsel zwischen den Verkehrsträgern LKW, Zug oder Binnenschiff kann dann entsprechend Verfügbarkeit und Lagerbestandssituation durchgeführt werden.

Lieven Deketele, Senior Engineer Supply Chain Research am SNIC, erläutert: „Seit 2008 konnte P&G 30 Prozent seiner Transporte in Westeuropa von der Straße auf nachhaltigere Verkehrsträger wie Schiene und Wasserwege verlagern. Am SNIC erforschen wir, wie die Zukunft des nachhaltigen Transports aussehen kann. Wir überdenken die aktuelle Lieferkette und erkunden, welche Möglichkeiten neue Konzepte wie Synchromodalität bieten können. Die KLU verfügt über einen einzigartigen Schwerpunkt in den Bereichen Logistik und Supply-Chain, und ihre Forschungsexpertise beim Transport- und Bestandsmanagement ist weltweit anerkannt. Von daher ist die KLU der ideale Ort, um dieses wichtige Thema gemeinsam zu erforschen.“

Momentan werden Konsumgüter in der Regel per LKW transportiert ? selbst bei Strecken über mehrere Tausend Kilometer quer durch Europa. Durch die bessere Planung der gesamten Lieferkette könnten Unternehmen von alternativen Verkehrsträgern profitieren. Für Produkte mit regelmäßigem Produktstrom sind langsamere Verkehrsträger gut geeignet, während für Produkte mit schwankender Nachfrage reaktionsschnellere Logistikansätze erforderlich sind. Durch die Verlagerung von Produkten von LKW auf Schiene oder Wasserwege lassen sich die Kosten minimieren und die CO2-Emissionen deutlich reduzieren.

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