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Institut für postfossile Logistik startet Forschungsarbeit

Im Rahmen des NRW-Landeswettbewerbs „ElektroMobil.NRW“ hat das Institut für postfossile Logistik gUG (PFL), Münster, im Mai ein erstes Großprojekt akquiriert. Als Konsortialführer steuert das PFL nun das mit 2 Millionen Euro dotierte Vorhaben. Untersucht wird das Potenzial elektrisch betriebener Lkw als Alternative zu herkömmlichen Transportfahrzeugen in den Distributionsnetzwerken. Zu den beteiligten Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft zählt u.a. die Hochschule Bochum und die Schenker Deutschland AG.

Das Institut für postfossile Logistik gUG (PFL) hat Ende 2012 seine Arbeit aufgenommen. Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Endes bzw. Ausstiegs aus dem fossilen Zeitalter konzentriert sich die Forschungseinrichtung auf die Durchführung von Studien und Projekten auf dem Gebiet der nachhaltigen und ressourceneffizienten Logistik. Seit März dieses Jahres wird das PFL nun auch als An-Institut der Hochschule Bochum geführt. „Die Logistikbranche ist nach wie vor eine Wachstumsbranche. Die damit einhergehende, weitere Erhöhung der Warenverkehre trifft jedoch auf ein durch natürliche Grenzen beschränktes Infrastrukturpotenzial“, erklärt Instituts-Geschäftsführer Alexander Zarle. Darüber hinaus wird es aus Kostengründen und aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen zunehmend wichtiger, Logistikprozesse nachhaltig und ressourceneffizient zu gestalten.? In diesem Umfeld agiere das PFL und bewege sich dabei im vorwettbewerblichen Bereich. Das Angebot des PFL richtet sich sowohl an Technologieförderungsinitiativen als auch an Unternehmen, die an einer Begleitung bei der Weiterentwicklung von innovativen Lösungen bis hin zur Marktreife interessiert sind. „Von stark wissenschaftlichen Instituten grenzt sich das PFL durch eine starke Vernetzung in der Branche und eine stärkere Marktorientierung ab“, betont Zarle, der seit 2001 zudem Geschäftsführer der Münsteraner Unternehmensberatung XMC Management Consultants GmbH ist.

Als erstes Großprojekt konnte ein Vorhaben im Rahmen des NRW-Landeswettbewerbs „ElektroMobil.NRW“ akquiriert werden, welches durch das PFL als Konsortialführer gesteuert wird. „Dabei werden wir mit Unterstützung von Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, u.a. der Schenker Deutschland AG, untersuchen, unter welchen Bedingungen die Organisation eines Distributionsprozesses möglich ist, wenn als Transportmittel ausschließlich rein elektrisch betriebene Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 12 Tonnen zum Einsatz kommen“, so Zarle zu den Hintergründen. Das 2 Millionen-Projekt wurde im Wettbewerb Elektromobil.NRW prämiert und kürzlich durch die Bezirksregierung Arnsberg bewilligt. Ein wissenschaftlicher Beirat vernetzt das Institut mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen wissenschaftlichen Einrichtungen. Vorsitzender ist Prof. Dr. Karl-Georg Steffens, der im Hauptberuf Forschungsleiter der Hochschule Neuss ist.

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