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Platz für 1,3 Millionen Schuhe im neuen Deichmann-Distributionszentrum

Das neue Logistikzentrum für Deichmann in Monsheim ist ein wahres Mammutprojekt ? auf 20.000 Quadratmetern sollen 1,3 Millionen Paar Schuhe gelagert und jährlich 20 Millionen Paar umgeschlagen werden. Dabei soll das Gebäude keine reine Lagerhalle, sondern vielmehr ein nachhaltig gebautes, modern ausgestatteten Distributionszentrum mit angenehmer Arbeitsatmosphäre werden.

Rund 50 verschiedene Firmen sind an der Fertigstellung beteiligt. Um das Vorhaben effektiv und termingerecht realisieren zu können, müssen alle Unternehmen und Bauarbeiter perfekt koordiniert werden. Deshalb beauftragte der Schuheinzelhändler die List Bau Bielefeld GmbH, welche als Generalunternehmen für den kompletten Bau von der Planung bis hin zur endgültigen Abnahme verantwortlich und zentraler Ansprechpartner für den Bauherren ist.

„Unsere Zeichen stehen auf Expansion“, erklärt Karsten Schütt, Geschäftsführer Logistik bei Deichmann. „Das Distributionszentrum in Monsheim soll die bereits bestehenden vier Zentren in Deutschland ergänzen und die Wege zu rund 200 Filialen in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und Baden-Württemberg deutlich verkürzen“. Verkehrsgünstig an der B 271 und der A 4 gelegen, soll so mit einer neuen Flotte von 20 Fahrzeugen die Fahrstrecke des Fuhrparks um 1,3 Millionen Kilometer pro Jahr verringert werden. Elf Wareneingangs- und 25 Warenausgangstore sowie computergestützte Abläufe machen es möglich, dass Schuhe schon am Tag ihrer Ankunft im Zentrum wieder ausgeliefert werden können.

Nachhaltige und optisch ansprechende Architektur

Eine besondere Herausforderung bei diesem Projekt waren seine anspruchsvolle Architektur, die ökologische Bauweise sowie die Integration in den Ort Monsheim. „Wir wollten dieses große Gebäude so gestalten, dass es sich im Gewerbegebiet des beschaulichen Monsheim landschaftlich und städtebaulich einfügt, ohne sich dabei zu verstecken“, erklärt Rainer Ottinger von O.M. Architekten, der das Distributionszentrum entworfen hat. Statt einer simplen Box mit Lagerhallenatmosphäre hat der Architekt ein modernes Gebäude entworfen, das sich in den Längen über 200 m und in der Breite über 95 m erstreckt. Die Fassade wird durch große Glasflächen gegliedert, die für Tageslichteinfall sorgen. Reduktion der Energiekosten und das Schaffen eines angenehmen und produktiven Ambientes wurden beim Entwurf groß geschrieben: „Die natürliche Beleuchtung durch Oberlichter und die transluzente Glassfassade schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre“, führt Ottinger aus. „Außerdem werden die energetischen Betriebskosten durch eine Niedertemperatur-Fußbodenheizungsanlage gesenkt.“ Die Lage des Zentrums auf einem Hügel bietet zudem architektonisch und baulich besondere Möglichkeiten. So ist durch die Topographie eine klare Trennung des Lieferbereichs vom Verwaltungstrakt, der bergseitig in das Gebäude integriert ist, möglich. Um die große Halle bestmöglich auf der Anhöhe zu platzieren, wurde das so genannte cut-and-fill-Konzept genutzt: „Sämtliche ausgehobenen Bodenmaterialien werden an anderer Stelle produktiv wieder aufgetragen“, erklärt Thorsten Krautwald, Projektleiter von List Bau Bielefeld. „So müssen keine großen Mengen an Füllmaterial abtransportiert oder angeliefert werden. Das führt zur Entlastung der Infrastruktur der Gemeinde Monsheim und verhilft dem Bauherrn zudem zu einem optimierten Logistikzentrum.“

Schlüsselfertige Übergabe an den Bauherren

Die Bauarbeiten für das Großprojekt haben Mitte April begonnen. Die Fäden für die bis zu 50 beteiligten Nachunternehmen zieht dabei List Bau Bielefeld. Das Generalunternehmen wurde auf eine Ausschreibung von Deichmann hin ausgewählt und ist dafür zuständig, den kompletten Bau zu planen, zu koordinieren und das fertige Distributionszentrum an den Bauherrn zu übergeben. Dank der so genannten „One-Stop-Shop“-Lösung hat der Bauherr nur eine Anlaufstelle, die die gesamte Organisation für ihn übernimmt.

Rund 22 Millionen Euro hat Deichmann in den Bau der Halle investiert, was auch der Region zu Gute kommt: 70 neue Arbeitsplätze werden so entstehen. Aber auch schon während des Baus können Monsheim und Umgebung von dem Mammutprojekt profitieren. List Bau hat sich dafür ausgesprochen, hauptsächlich mit regionalen Unternehmen zusammenzuarbeiten ? so kommt beispielsweise das zuständige Tiefbauunternehmen aus dem direkten Nachbarort.

Die Bauarbeiten schreiten gut voran und sollen gemäß der Planung von List Bau Ende Januar 2014 fertig gestellt sein.

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