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Fahrermangel belastet Transporteure immer stärker

Der Mangel an Berufskraftfahrern wird für Transporteure in Deutschland zu einem immer größeren Problem. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des ADAC TruckService hervor, die in diesem Jahr unter 108 deutschen Transportunternehmen durchgeführt wurde.

Rund ein Drittel der Befragten (31,5 Prozent) beschäftigt aktuell die Problematik, qualifizierte Lkw-Fahrer zu finden ? dies entspricht einer Steigerung um 24,3 Prozentpunkte im Vergleich zu 2012 (7,1 Prozent). Laut einer Erhebung des ADAC TruckService unter Lkw-Fahrern zählen für diese lange Arbeitszeiten, Termindruck und Stress bzw. Hektik im Arbeitsalltag zu den Faktoren, diesem Beruf den Rücken zu kehren.

Die größte Hauptbelastung sehen Transporteure laut der aktuellen Umfrage jedoch nach wie vor in steigenden Kosten (87 Prozent) wie erhöhten Kraftstoffpreisen und zunehmenden Betriebskosten. Auch erhöhte Mautkosten beschäftigen in diesem Zusammenhang mit 14,8 Prozent wieder deutlich mehr Befragte als im Vorjahr (2012: 7,1 Prozent).

Sorge über Wirtschaftslage nimmt zu

Mehr als jeder fünfte Transporteur (21,3 Prozent) äußert zudem Bedenken über die Auswirkungen der derzeit schwachen konjunkturellen Lage in Europa auf das eigene Unternehmen (plus 18,6 Prozentpunkte zu 2012). Dies entspricht dem höchsten Wert seit dem Krisenjahr 2009. Für 2013 rechnet über die Hälfte der befragten Spediteure damit, dass die Geschäftsentwicklung stagnieren wird (51,9 Prozent) bzw. sich verschlechtert (13,9 Prozent), nur ein Drittel erwartet dagegen eine Verbesserung (36,6 Prozent).

„Aufgrund eines weitgehend gesättigten Marktes in Westeuropa und der aktuell schwierigen Situation in Südeuropa, suchen vor allem international tätige Spediteure neue Wachstumsmärkte“, erläutert Werner Renz, Geschäftsführer des ADAC TruckService. „Verstärkt geht der Blick nach Osten, ein Beispiel dafür ist das jüngste EU-Mitglied Kroatien.“ Über ein Drittel der Befragten (37 Prozent) sieht in Osteuropa den Markt mit dem größten Entwicklungspotenzial für das eigene Unternehmen. Diese Markteinschätzung deckt sich auch mit den Erkenntnissen eines Expertenpanels auf der Branchenmesse transport + logistic in München in diesem Jahr, welches Osteuropa als größten Treiber der Transport- und Nutzfahrzeugservice-Branche in Europa identifizierte.

Der dauerhafte Kostendruck führt dazu, dass Transporteure Services und Mobilitätsprodukte als immer wichtiger einschätzen: Knapp die Hälfte der befragten Spediteure (46,3 Prozent) geht laut Umfrage von einer Zunahme von Services in ihrem Unternehmen in diesem Jahr aus. Um ihre havarierten Lkw zügig wieder fit für die Weiterfahrt zu machen, stehen für die Befragten bei der Wahl des Pannendienstleisters nach wie vor eine schnelle Abwicklung im Pannenfall (89,8 Prozent) und geringe Kosten (77,8 Prozent) an erster Stelle. Für über ein Drittel (36,1 Prozent) ist zudem Planbarkeit und Transparenz der Kosten wichtig ? eine Verdoppelung zu 2012 (17,9 Prozent). „Serviceprodukte mit Festpreisgarantie, das heißt mit definiertem Leistungs- und Kostenumfang, bieten Transporteuren hier eine optimale Absicherung im Pannenfall“, erläutert Werner Renz.

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