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Nachhaltigkeitsziele in der Logistik bedroht

Deutschlands Industrie- und Handelsunternehmen sind offenbar nicht bereit, umweltfreundliche Transport- und Logistikleistungen angemessen zu vergüten. Dies geht aus der aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) hervor.

„Das Ergebnis der Studie ist ernüchternd. Es zeigt, dass viele umweltfreundliche Logistikkonzepte nur Lippenbekenntnisse bleiben werden“, befürchtet der Sprecher der Geschäftsführung der Logistik-Initiative Hamburg, Werner Gliem. Nur 33 Prozent der Logistikunternehmen bieten laut PwC-Studie überhaupt „grüne Produkte“ wie klimaneutrale Transporte an. Gliem sieht durch diesen Trend die Entwicklung von umweltfreundlichen Logistiklösungen in Deutschland bedroht: „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Umwelt bei wachsendem Preisdruck hinten runter fällt. Kunden müssen umweltfreundliche Logistik daher angemessen vergüten.“

Eine Gegenentwicklung will die Logistik-Initiative Hamburg mit dem „HanseGlobe“ fördern. Der Nachhaltigkeitspreis, der in diesem Jahr bereits zum siebten Mal in Folge ausgeschrieben wird, soll Unternehmen dazu ermuntern, umweltfreundliche Logistikkonzepte zu verfolgen und soziale Verantwortung zu übernehmen. Gliem: „Wir suchen Leuchtturmprojekte, die aufzeigen, dass sich grüne Logistik auch auf der Kostenseite rechnet.“

Bis zum 10. Oktober 2013 können sich Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet für den Preis unter http://www.hanseglobe.de bewerben. Er wird am 4. Dezember 2013 im Hamburger Rathaus im Rahmen des feierlichen Logistik Dinners von Bürgermeister Olaf Scholz verliehen.

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