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Feeder Logistik Zentrale stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens

Ende August ist der dreimillionste Container verladen worden, dessen Abfertigung die Hamburger Feeder Logistik Zentrale (FLZ) seit ihrer Gründung als eigenständige GmbH im Jahr 2009 koordiniert hat. Die FLZ leistet einen wesentlichen Beitrag für einen möglichst reibungslosen Ablauf im gesamten Hafen. Sie ist die zentrale Koordinierungsstelle für Feeder-Schiffe im Hamburger Hafen.

Die Feeder Logistik Zentrale koordiniert mehr als 5000 Terminalanläufe pro Jahr und sorgt dafür, dass die abgestimmte Rotation der Feederschiffe eingehalten wird. Sie ist der zentrale Ansprechpartner für Reeder und Terminalbetreiber und kümmert sich um einen optimalen Platz an der Kaimauer, um Lotsen, Schlepper und Festmacher. Die FLZ ist damit ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Transshipment-Standorts Hamburg. Die Zunahme des Containerumschlags im Hamburger Hafen im ersten Halbjahr um 2,1 Prozent ging wesentlich auf die Zunahme der Feederverkehre um 8,0 Prozent zurück. Sieben neue Feederdienste im Hamburger Hafen bieten zusätzliche Transportkapazität und verstärken das Liniendienstangebot in die Ostsee. Als Feeder bezeichnet man die kleineren (Zubringer-) Containerschiffe etwa im Ostseeverkehr, die die im transkontinentalen Verkehr eingesetzten Großcontainerschiffe „füttern“ (to feed). Dabei werden bei einem Anlauf eines Feederschiffes im Hamburger Hafen im Schnitt vier Terminals bedient.

Dr. Stefan Behn, im HHLA-Vorstand zuständig für das Segment Container, würdigt die Rolle der Feeder Logistik Zentrale: „Die Feeder Logistik Zentrale optimiert die Feederverkehre im Hamburger Hafen und stärkt damit die Attraktivität des Standorts. Genauso wie unser Mitbewerber Eurogate wollen wir unseren Kunden optimale Bedingungen bieten. Wir haben die Feeder Logistik Zentrale 2004 gegründet, um die Abläufe im Hafen effizienter zu gestalten ? im Interesse der Reeder wie der Terminalbetreiber. Die Feeder Logistik Zentrale ist ein Alleinstellungsmerkmal für den Hamburger Hafen.“

Auch Emanuel Schiffer, Vorsitzender der EUROGATE-Geschäftsführung, unterstreicht die Bedeutung der Feeder Logistik Zentrale: „Die Arbeit der Feeder Logistik Zentrale beruht auf einem einfachen Prinzip: Wenn alle am Feederverkehr Beteiligten Kompetenzen an die Feeder Logistik Zentrale als zentrale Koordinationsstelle abgeben, funktioniert das Gesamtsystem reibungsloser. Davon profitieren in dieser Sache alle. Dieses Prinzip spiegelt sich übrigens auch in der konsensualen Struktur der Feeder Logistik Zentrale. Unser Mitbewerber ? die HHLA ? und wir treffen alle operativen Entscheidungen einvernehmlich.“

Heinrich Goller, Geschäftsführer der Feeder Logistik Zentrale, erläutert den Charakter des Unternehmens: „Wir sehen uns als neutrale Plattform, die den Reedern als Dienstleister mit direktem Zugang zu den Systemen der Terminals zur Verfügung steht. Auf diese Weise können die Reeder sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Für die Terminals besteht der Nutzen der Feeder Logistik Zentrale darin, dass die Liegeplatzauslastung durch eine zentrale Stelle optimiert wird, u.a. mit geprüften Stauplänen. Das gewachsene Vertrauensverhältnis, das sich darin zeigt, dass wir durch Lesemöglichkeiten bis in die IT-Systeme hinein die Abfertigungen überwachen können, bestätigt die Grundidee.“

Hafenkapitän Jörg Pollmann zur Feeder Logistik Zentrale: „Durch die Arbeit der Feeder Logistik Zentrale wird die Nutzung der Hafeninfrastruktur optimiert. Die Feeder Logistik Zentrale entlastet hoheitliche Stellen wie die Nautische Zentrale des Oberhafenamts davon, die Rotation der Feederschiffe im Hafen selbst zu koordinieren. So können wir uns auf unsere Kernaufgaben konzentrieren. Diese Form der Zusammenarbeit ist einzigartig und ein wichtiger Pluspunkt des Hamburger Hafens.“

Die Feeder Logistik Zentrale wurde 2004 gegründet und fungiert seit 2009 als eigenständige GmbH. Die Feeder-Unternehmen Unifeeder und Teamlines sind Partner der FLZ. Aktuell arbeiten zwölf Mitarbeiter mit Expertise aus allen relevanten Schifffahrtsbereichen für die FLZ, die im 24/7-Betrieb arbeitet. Zu den Aufgaben der FLZ zählen die Koordinierung der Stauplanung und der Rotation zwischen den Terminals, die unmittelbare Prüfung, Anpassung und Übermittlung von Stauplandaten an alle relevanten Stellen, die permanente Kommunikation mit Reedern, Schiffen, Behörden und Terminals sowie die zeitnahe Bestellung von Lotsen, Schleppern und Festmachern.

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