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Convoy of Hope bringt Hilfe in syrische Flüchtlingslager

Ein Hilfskonvoi aus elf Lastzügen mit Hilfsgütern für die notleidenden syrischen Flüchtlinge ist am Donnerstag von Frankfurt aus in die Türkei gestartet. Der spektakuläre „Convoy of Hope ? Wings on Wheels“ der Hilfsorganisation Luftfahrt ohne Grenzen (LOG) verließ die Internationale Automobilausstellung (IAA) in der Mainmetropole am Vortag des Weltkindertages mit 300 Tonnen dringend benötigter Hilfsgüter.

„Wir rechnen für die rund 4.000 Kilometer lange Strecke nach Gaziantep an der türkisch-syrischen Grenze etwa sechs Tage. In der Türkei werden noch drei weitere Lastzüge dazukommen“, erklärte LOG-Präsident Frank Franke. „Über zwei Millionen Flüchtlinge; die Lager quellen über“, so Franke. „Der Strom verzweifelter Menschen wird immer größer“.

Der Hilfskonvoi, den LOG in Zusammenarbeit mit der Daimler AG und zahlreichen weiteren Sponsoren durchführen konnte, transportiert unter anderem Kindernahrung für rund 100.000 Kinder, Medizin für ca. 70.000 Flüchtlinge, Zelte und Decken. „Die große Not der Flüchtlinge erfordert unbürokratisches und schnelles Handeln. Das tun wir und unterstützen Luftfahrt ohne Grenzen mit unseren besten Transportmitteln auf Achse“, sagte Dr. Wolfgang Bernhard, im Vorstand der Daimler AG für das Nutzfahrzeuggeschäft.

Insbesondere haben die Mercedes-LKW Impfstoffe für über 50.000 Kinder dabei, vor allem gegen Masern. In den Flüchtlingslagern, besonders auf syrischer Seite drohen Seuchen und Infektionen.

Sieben Emergency Kits werden eine medizinische Basisversorgung für etwa 70.000 Menschen über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten ermöglichen. 350 neue Rollstühle verhelfen vielen behinderten und alten Menschen in den Flüchtlingslagern zu mehr Mobilität.

Große Sorgen bereitet der nahende Winter. Etliche der Flüchtlingslager an der türkisch-syrischen Grenze liegen in Bergregionen. Dort fallen die Temperaturen in der Nacht häufig unter den Gefrierpunkt. Deshalb haben die Nothelfer aus der Frankfurter Cargo-City wintertaugliche Großraumzelte beschafft. Zusammen mit 10.000 Decken und Winterkleidung, die allein zwei Lastkraftwagen füllen, macht sich die Winterausrüstung auf den weiten Weg quer durch Südosteuropa. Die Hilfsgüter werden in Gaziantep, in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze an das International Medical Corps, den Türkischen Roten Halbmond (Kizilay) und AFAD übergeben.

Möglich gemacht wurde die Mission durch die großzügige Unterstützung des Auswärtigen Amtes, der Conrad N. Hilton Foundation, der Stiftung der Deutschen Bahn AG mit deren Tochter Schenker Deutschland AG, Milupa-Danone, Gebr. Heinemann, Fraport AG, Ottobock und viele andere.

Die am Frankfurter Flughafen ansässige Hilfsorganisation leistet seit 10 Jahren Soforthilfe in Krisensituationen weltweit. „Luftfahrt ohne Grenzen“ hat bereits vier Flüge mit dringend benötigten Hilfsgütern für Flüchtlinge aus Syrien durchgeführt. Nach dem „Convoy of Hope“ plant das Helferteam vor dem gefürchteten Wintereinbruch bereits die nächste Hilfsmission an die Grenze zu Syrien und hofft weiterhin auf Spenden aus der Bevölkerung.

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