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Champions League der Logistikstandorte: Hamburg weiter Spitze

Ob als Ballungsraum-Logistikstandort oder als Gateway-Standort: Hamburg behauptet sich in der europäischen Liga der Logistikimmobilien-Standorte und behauptet sich als Logistik-Champion sogar gegenüber den schärfsten Mitbewerbern Rotterdam und Antwerpen. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Logistikimmobilien ? Markt und Standorte“ des Fraunhofer SCS, die in den nächsten Tagen erscheinen wird.

Untersucht wurden Standorte in Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien und in den Niederlanden. Auch das letzte Standortranking des Beratungsunternehmens SCI Verkehr bescheinigt Hamburg, der dynamischste Logistikstandort in Deutschland zu sein.

„Dass Hamburg ? und damit auch die Metropolregion ? in Zeiten des zunehmenden europäischen Wettbewerbs im Rennen um die Pole-Position der Logistikstandorte weiterhin vorne mitspielt freut uns sehr.“ so Staatsrat Andreas Rieckhof von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, als er am Donnerstag in der von den Logistikinitiative Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ausgerichteten HanseLounge auf dem 30. Deutschen Logistik-Kongresses in Berlin über die aktuellen Ergebnisse informiert wurde.

Überreicht wurden diese Resultate von Alexander Nehm, Geschäftsführer der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS in Nürnberg. Mit mehr als 12.000 Unternehmen und über 400.000 Beschäftigte in der Logistik ist die Bedeutung der Logistik für die Metropolregion Hamburg enorm und spiegelt damit auch das Gewicht des Standortes in Europa wider. Dass diese Spitzenposition aber nicht selbstverständlich ist und Hamburg durchaus Gefahr laufen kann, diese Top-Stellung in Zukunft zu verlieren, wurde in der Fraunhofer SCS Studie auch deutlich.

„Wenn Hamburg sich nicht auf die Bedürfnisse und Anforderungen des logistischen Umfeldes einstellt und anpasst, kann die aktuelle Spitzenposition und die damit verbundenen wirtschaftlichen Potenziale riskiert werden“, fasst Nehm, zusammen. „Während Hamburg sehr gut in der hafeninternen Infrastruktur aufgestellt ist, sind bekannter Weise Defizite im Hinterland zu verzeichnen. Und auch wenn Flächenpotentiale für logistische Ansiedlungen in der Metropolregion Hamburg vorhanden sind, muss auch die Stadt Hamburg selbst ein Flächenportfolio für die Expansion und Ansiedlung von weiteren logistischen Funktionen bereitstellen. Ansonsten wird der europäische Logistikstandort Hamburg an Kraft verlieren und die vorhandenen Potenziale verpuffen.“

Momentan bescheinigen führende Unternehmen der deutschen Logistikwirtschaft dem Logistikstandort Hamburg aber eine positive Entwicklung. In dem vor kurzem erschienenen SCI/Logistikbarometer belegt Hamburg mit einigem Abstand vor dem Ruhrgebiet den Spitzenplatz der dynamischsten Logistikregionen in Deutschland. Das hohe Endkundenpotenzial, die vergleichsweise gute Infrastruktur und die starke industrielle Basis spielen Hamburg in die Karten bei der Einschätzung der Top-Entscheidern der Logistikbranche.

Prof. Dr. Peer Witten, Vorsitzender der Logistik-Initiative Hamburg, sieht in diesen Ergebnissen eine Bestätigung der guten Zusammenarbeit zwischen dem Senat und den Unternehmen der Logistikbranche der Metropolregion Hamburg: „Es ist schön zu sehen, dass die konsequente Arbeit an Themen und die beispielhafte Vernetzung von Wirtschaft, Dienstleistung, Wissenschaft und Politik honoriert wird. Die aufgezeigten Defizite sehen wir als sportliche Herausforderung, den Logistikstandort Hamburg im engen Schulterschluss mit den zuständigen Behörden weiter zu verbessern.“

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