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Intelligente Lösungen für den Luftfrachtmarkt

Am 29. Oktober 2013 fand in Moskau das 4. AirCargoForum statt, das traditionell vom russischen Transportministerium und der Industrie- und Handelskammer Russlands im Rahmen des Projektes zur Förderung von e-Freight in Russland unterstützt wurde.

Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Rolle des Staates zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Logistik von Fracht- und Expressdrehkreuzen mit Hilfe von intelligenten Lösungen und modernen Technologien.

Topmanager der Flughäfen Nowosibirsk-Tolmatschewo und Moskau-Domodedowo (Russland), Amsterdam Schiphol (Niederlande) und Leipzig/Halle (Deutschland) stellten auf dem Forum zusammen mit der deutschen Frachtfluggesellschaft AeroLogic aussichtsreiche Projekte vor. Über die Rolle eines Logistikdienstleisters bei der Entwicklung eines Flughafens berichtete Andre Morgenbrodt, Vize-Präsident für Luftfracht der international tätigen Transport- und Logistikfirma Kühne + Nagel. Erfahrungen mit der Einführung von e-Freight vermittelten renommierte Unternehmen wie Emirates Sky Cargo und Panalpina.

Ein separates Panel widmete sich den Fragen der Einführung von e-Freight-Standards in Russland und dem damit verbundenen obligatorischen Verfahren „Vorabinformation über Waren, die durch den Luftraum der Zollunion befördert werden“.

Dabei ging es um Fragen wie:

  • Wie schreitet die Einführung von e-Freight in Russland voran?
  • Warum soll der Staat der Logistikbranche helfen?
  • Warum funktioniert in Russland e-Luftfrachtbriefe (e-AWB) nicht?
  • Was bedeutet obligatorische Vorabinformation?
  • Wie wird dieser Begriff auf dem internationalen Markt verstanden? Was wird darunter in Russland verstanden? Gibt es Gemeinsamkeiten?

Rano Dschuraewa, Präsidentin des russischen Zentrums für Zivile Luftfahrt und Vorsitzende des Organisationskomitees betonte, dass es zur Entwicklung des Luftfrachttransports überall gleicher Ausgangsbedingungen und Spielregeln bedürfe, die auf der politischen Ebene definiert werden müssten: Abbau bürokratischer Hürden und steuerliche Vorteile sowie anderer Anreize zur Entwicklung der Branche. Dann könne Luftfracht positiv zur wirtschaftlichen Bilanz beitragen.

„Auf dem AirCargoForum 2013 wurden dazu Best-Practice-Beispiele vorgestellt. Vor allem das Portfolio des Amsterdamer Flughafens Schiphol kann für Russland eine gute Vorlage sein. Auch die hervorragende Kooperation der Stadt Moskau mit dem Logistikzentrum am Flughafen Domodedowo ist ein hilfreicher Ansatz. Interessant ist schließlich die erfolgreiche Entwicklung eines komplexen Luftfahrtdrehkreuzes, das der Flughafen Leipzig/Halle zusammen mit der Frachtfluggesellschaft AeroLogic vorstellte“, sagte Rano Dschuraewa.

Neben solch positiven Beispielen gebe es einen grundsätzlichen Unterschied zwischen russischen und ausländischen Flughäfen, fügte die Präsidentin des russischen Zentrums für Zivile Luftfahrt mit Blick auf internationale Standards für die Registrierung der Luftfracht hinzu, die in den ausländischen Märkten weitgehend vereinheitlicht seien. Von e-Cargo und e-Freight profitierten Teilnehmer an komplexen Logistikketten. „Wenn Russland bei diesen Entwicklungen nicht mithalten kann, wird seine Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Märkten stark beeinträchtigt“, warnte Dschuraewa.

Vor diesem Hintergrund gehen russische Unternehmen nach ihren Angaben zunehmend selbst auf den Staat zu und initiieren wichtige strategische Projekte. „Unsere Aufgabe sehen wir darin, diese Bestrebungen zu unterstützen und ihnen eine Plattform zu geben. Das jährliche AirCargoForum ist eine wichtige Maßnahmen dabei“, unterstrich Dschuraewa.

Partner des AirCargoForums 2013 war der größte sibirische Flughafen Tolmatschewo in Nowosibirsk, als Medienpartner agierten die Spezial-Nachrichteragentur AVIAPORT, das Internet-Portal AVIA*RU und Network Logistics.ru.

Weitere Informationen unter http://c-ca.ru/ru/events/aircargoforum-2013.html

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