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Segelboot im Container: Team Österreich nutzt deutsche Transportlogistik

Er verstieß mit dem Segelsport mit Erfolg gegen die Familientraditionen: Nico Delle-Karth, Segler aus Passion, und Sohn von Werner Delle-Karth, dem Viererbob-Vizeweltmeisters von 1973. Vom Bob zum Boot führt der Weg des 1984 geborenen Sportlers heute zu den Segelwettkämpfen dieser Welt. Den sicheren Transport des Bootes übernimmt das deutsche Unternehmen Conceptum Sport Logistics.

Knapp 5 Meter ist der Einmaster der 49er-Klasse lang, als Frachtstück nimmt es eine Sonderposition ein: „Segelschiffe dieser Klasse sind empfindlich, der Rumpf wiegt nur knapp 70 Kilogramm und ist optimiert für den Rennsport, nicht für Robustheit“, sagt Sebastian Stahl, Geschäftsführer von Conceptum Sport Logistics. „Daher erfolgt der Transport in einem speziell dafür angefertigten Container.“

Der oberste Logistiker kennt die Frachtstücke sehr gut ? und für Sportler ist es nicht einfach, das Wettkampfgerät aus der Hand zu geben. „Das Boot ist ein Teammitglied. Umso wichtiger ist das Vertrauen in die Menschen, die zwischen den Wettkämpfen damit umgehen“, beschreibt Nico Delle-Karth sein Verhältnis zum Boot. Seit dem Jahr 1996 sind die 49er zur olympischen Klasse gewählt, mit drei Segeln und mehr als 60 Quadratmetern Segelfläche erreichen die Boote eine Geschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometern. Seit 2001 ist Nico Delle-Karth auf einer 49er-Jolle unterwegs, die Erfolge in verschiedenen Bootsklassen sind gut: 2000 gelang der vierte Platz bei den Jugendweltmeisterschaften in Sydney, 2004 erreichte das Team den sechsten Platz bei den Europameisterschaften 2004 in Torbole am Gardasee.

2004 erreichte Delle-Karth den zehnten Platz bei den olympischen Spielen in Athen sowie Platz zwei bei der Kieler Woche 2005. 2007 wurde das Team bereits Vizeweltmeister in Cascais, 2008 erreichten die Athlethen den vierten Platz bei den Europameisterschaften in Palma. Für den Teamcaptain Delle-Karth ist neben dem verlässlichen Logistik-Team auch der Vorschoter entscheidend. Niko Resch übernimmt die Arbeit im vorderen Teil der Jolle, wo vor allem der Gennaker für Geschwindigkeit sorgt. Der asymetrische Spinnaker hat knapp 40 Quadratmeter Segelfläche. Für den Conceptum-Chef Stahl keine Alternative: „Fracht muss pünktlich um die Welt gehen ? Segeln ist hierbei nicht mehr zeitgemäß“, schmunzelt der Logistiker.

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