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Ladungssicherung: Drei für das 3G

Mit Dr.-Ing. Werner Schmidt (62) und Dr. jur. Uwe Zimmermann (44) hat die jetzt gegründete 3G Kompetenzzentrum GmbH zwei anerkannte Experten für Logistik, Polizeirecht und Ladungssicherung als Geschäftsführer verpflichtet. Wolfgang Hein leitet den Bereich Schulung, Ausbildung und Kundenberatung. Die neue Gesellschaft ist jetzt unabhängiger Träger des „3G Europäisches Kompetenzzentrum Ladungssicherung“.

Dr.-Ing. Werner Schmidt hat seine beruflichen Wurzeln im Bereich Forschung und Lehre an der Technischen Universität Dresden, wo er als Oberassistent am Fachbereich Materialfluss und Logistik tätig war. Seine Fachgebiete sind Fördertechnik, Materialfluss und Logistik. Auf dieser Basis trat Schmidt im Jahr 1992 in die TUL-LOG GmbH ein, deren Geschäftsführung er weiterhin behält. Zu den Arbeitsgebieten des Mitautors der Buchreihe „Praxishandbuch Laden und Sichern“ für den BGL e.V. und die Berufsgenossenschaft Verkehr zählen die Planung, Beratung sowie das Erstellen von Gutachten für Umschlag, Lagerung und Transport von Waren sowie Verpackung. Zudem erstellt Schmidt Logistik-Konzepte und Betriebsanweisungen und gibt Empfehlungen zur Ladungssicherung in Unternehmen.

Dr. jur. Uwe Zimmermann ist Dipl.-Verwaltungswirt und Volljurist. Nach seinen Studien in Frankfurt und Würzburg war er an der Universität Würzburg als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt und wurde im Polizeirecht promoviert. Nach einer selbständigen Tätigkeit als Berater arbeitet er heute hauptberuflich als Rechtsoberrat. Die 3G Kompetenzzentrum GmbH wird von seinen fundierten Kenntnissen rund um die Transportlogistik und das Verkehrsrecht sowie seinem Know-how aus der Praxis profitieren.

Wolfgang Hein ist nach DIN EN ISO/IEC 17024:2012 personenzertifizierter Trainer & Berater für Ladungssicherung im Land- und Seeverkehr, langjähriger Fahrlehrer, Industriemeister Kraftverkehr und Ausbilder für angehende Berufskraftfahrer. Außerdem ist er Moderator des Deutschen Verkehrssicherheitsrates. Zu seinen Fachthemen zählen unter anderem Sicherheitstrainings für Pkw, Lkw und Busse sowie energiesparendes Fahren. Zwischen 1988 und 2007 war Hein Lehrgangs- und Außenstellenleiter der DEKRA Akademie in Ulm und Augsburg. Während seiner Tätigkeit für einen Anbieter von Hilfsmitteln für die Ladungssicherung war Hein darüber hinaus an der Entwicklung von speziellen Sicherungssystemen wie zum Beispiel Octabins beteiligt. Verschiedene Ehrenämter als IHK Prüfer oder bei Polizei und Verkehrswacht runden das Profil von Wolfgang Hein ab.

Das im April 2012 eröffnete „3G Europäisches Kompetenzzentrum für Ladungssicherung“ bündelt die Bereiche Innovation, Wissen und Prüfung zur Förderung der Verkehrssicherheit auf allen Ebenen der Wirtschaft unter einem Dach. Das 3G bietet auf rund 2.300 Quadratmetern auf fünf Ebenen Platz für Tagungen, Events, Schulungen, Forschung, Entwicklung und Administration. Dabei stehen für Prüf- und Testeinrichtungen rund um die Ladungssicherung 400 Quadratmeter und ein 10 t ABUS-Brückenkran für das Prüfzentrum zur Verfügung. Ein Schwerpunkt des 3G liegt in der Vermittlung vertiefender theoretischer und praktischer Inhalte sowie die Entwicklung kundenspezifischer Konzepte einschließlich Prüfung und Zertifizierung für spezielle Transportanforderungen. Dabei hat sich das 3G Kompetenzzentrum Ladungssicherung auf Stirnwand- und Zurrpunktprüfungen, Reibwertprüfungen mit bis zu 10 Tonnen Ladegut, Ladeeinheitenprüfungen und Nachweis der Tauglichkeit durch Simulator oder Fahrversuche spezialisiert.

Reibwertprüfungen bieten dem Anwender den Vorteil, durch das Testen unterschiedlicher rutschhemmender Materialien sowie unterschiedlicher Abmessungen und Stückzahlen einen optimierten Materialeinsatz mit seinem Ladegut herauszufinden. Diese Reibwertprüfungen mit den sogenannten Antirutschmatten können je nach Art des Ladegutes erhebliche Kosteneinsparungen bringen.

Im Erdgeschoss des 3G findet zu Demonstrations- und Schulungszwecken oder Prüfungen ein kompletter Sattelzug Platz. Unabhängige Experten prüfen, testen und bewerten kompetent und lösungsorientiert rund um das Thema Ladungssicherung. Die Prüfeinrichtungen und die nahe gelegenen Teststrecken ermöglichen es, Sicherungstechniken direkt vor Ort zu prüfen.

Die Bezeichnung „3G“ steht sinnbildlich für die in der Ladungssicherung zentrale Beschleunigungskraft beziehungsweise Verzögerungskraft und die drei Bereiche Innovation, Wissen und Prüfen.

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