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Panalpina führt neues CO2-Kalkulationstool für Kunden ein

Ab sofort berechnet Panalpina sämtliche Emissionen ihrer Kunden aus den genutzten Transportdienstleistungen anhand der Europäischen Norm EN 16258. Bei dieser erst kürzlich eingeführten Norm werden vorgelagerte Emissionen aus der Kraftstoffherstellung, CO2 und andere Treibhausgase sowie der Energieverbrauch berücksichtigt.

Das hochmoderne Tool „EcoTransIT World“ erstellt genauere Berichte für die Kunden, so dass diese wirksame Strategien zur Reduzierung der Umweltauswirkungen ihrer weltweiten Transportketten entwickeln können.

EcoTransIT berechnet die Emissionen pro Sendung einschliesslich Vor- und Rücklauf anhand von Transportweg, Gewicht, Transportart sowie Typ des Schiffs bzw. Flugzeugs. Der Flugzeugtyp kann in der Regel aus den Flugnummern abgeleitet werden. Bei Luftfracht wird die tatsächliche Route verwendet – diese kann über mehrere Flughäfen verlaufen. Bei Seefracht werden Schiffsgrösse und Geschwindigkeitsdrosselungen berücksichtigt. Entfernungen werden anhand umfassender Daten des GIS (Geographisches Informationssystem) berechnet. Diese Datenbank enthält neben den weltweit aktuellen Strassennetzen auch die geografischen Koordinaten von mehr als 100.000 Flughäfen und Häfen.

Alle notwendigen Versandinformationen werden von der Panalpina-Kommunikationsplattform an die EcoTransIT-Server übertragen. Dort werden komplexe Algorithmen verwendet, um die CO2-Emissionen und weitere Parameter, wie zum Beispiel Feinstaub, möglichst genau zu berechnen. Die Ergebnisse gehen an Panalpina zurück, wo alle Daten gespeichert werden. Panalpina kann dann aus den Daten kundenspezifische Berichte erstellen.

„EcoTransIT ist eine bewährte Technologie für Mengenberechnungen mit einer flexiblen Schnittstelle. Mit dem neuem System erstellen wir deutlich genauere und ausführlichere Berichte, und das viel effizienter als früher“, sagt Lindsay Zingg, Global Head of Quality, Health, Safety and Environment bei Panalpina. „Im nächsten Schritt werden wir das Tool unseren Kunden direkt zur Verfügung stellen. Unser Ziel ist es, online die zu erwartende CO2-Belastung einer einzelnen Sendung auszuweisen. Im letzten Schritt sollen die CO2-Ausstösse und andere Umweltdaten in der Rechnung ausgewiesen werden.“

EcoTransIT ist auf die kürzlich eingeführte Europäische Norm EN 16528 zur Berechnung und Deklaration des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen bei Transportdienstleistungen abgestimmt. Die Norm geht über die übliche CO2-Berichterstattung hinaus und weist Emissionen als CO2-Äquivalente (CO2e) aus. CO2-Äquivalente umfassen auch andere Treibhausgase als CO2. Bei Transportvorgängen werden Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (N2O) berücksichtigt, die in CO2-Äquivalente mit einem Faktor von 25 bzw. 298 umgerechnet werden (1 kg CH4 entspricht beispielsweise 25 kg CO2). Vorgelagerte Emissionen aus der Kraftstoffherstellung werden in der neuen Norm ebenfalls berücksichtigt. Die zur Durchführung einer Sendung notwendige Gesamtenergie wird in Gigajoule (GJ) ausgedrückt.

„Unser Ziel ist es, proaktive Akteure in Umweltfragen zu sein. Indem wir unseren Kunden die grösstmögliche Genauigkeit und Transparenz zur Messung der Umweltbelastung ihrer Sendungen bieten, ermöglichen wir ihnen, fundierte Entscheidungen zu den optimalen Transportarten und -routen zu treffen“, sagt Zingg.

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