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Club of Logistics warnt vor Industrie- und Logistikfeindlichkeit

Club of Logistics warnt vor mehr Verkehr durch alternde Bevölkerung Geschäftsführer des Clubs of Logistics Peter H. Voß

Der Club of Logistics e.V. (Dortmund) warnt vor Gefahren für Wachstum und Wohlstand durch eine zunehmende Industrie- und Logistikfeindlichkeit in Teilen der Öffentlichkeit und unter politischen Entscheidungsträgern.

„Der Wirtschaftsstandort Deutschland lebt immer noch in der Hauptsache von den wertschöpfenden Produktionsbranchen. Unsere Industrie genießt Weltgeltung, treibt den Export und steht zusammen mit der ebenfalls global wettbewerbsfähigen Logistikindustrie für einen großen Teil der qualifizierten Arbeitsplätze hierzulande“, betont Peter Voß, Geschäftsführer des Clubs of Logistics.

Mit Sorge betrachtet der Club of Logistics deshalb Entwicklungen in der Energie-, Infrastruktur- und Umweltpolitik. An erster Stelle stehe die mittlerweile jedes vernünftige Maß übersteigende Verteuerung des Faktors Energie. „Zweifelhafte Umlagen treiben die Preise für Strom, Gas und Öl in die Höhe ? und das, obwohl zum Beispiel auf dem Strommarkt Überkapazitäten für den Export produziert werden. In unserem Verständnis führen Produktionsüberhänge zu sinkenden statt zu steigen Preisen“, so Voß. Die geplante Energiewende bringe bislang leider nur weitere Verteuerungen mit sich, weil der Preis für bestimmte Energien mittlerweile für politische Phantasien herhalten müsse.

Der Umweltschutz, so nötig er auch sein mag, ist nach Ansicht des Clubs of Logistics zu einem der größten Investitionshindernisse in Deutschland geworden. „Überzogene Auflagen, zeitlich und finanziell nicht mehr beherrschbare Genehmigungsverfahren sowie das leichtsinnige Beharren auf ungestörten Lebensgenuss in Teilen der Bevölkerung haben zu einer Situation geführt, die Investoren einen Großteil ihrer Zuversicht auf Planbarkeit und Amortisierung ihrer Projekte raubt“, erklärt Peter H. Voß. Selbst Investitionen in die zum Teil marode Verkehrsinfrastruktur würden auf diese Art und Weise unnötig verzögert oder unmöglich gemacht. „Und das, obwohl auf Deutschlands Straßen nicht nur der LKW, sondern auch der SUV des Wohlstandsbürgers unterwegs ist.“

Gefahr auch für sozialen Frieden

Nehme man dann noch das verheerende Bild hinzu, dass durch politisch schlecht gemanagte Projekte wie den Berliner Hauptstadtflughafen oder Stuttgart 21 entstanden ist, dann dürfe man sich nicht wundern, wenn Großinvestoren demnächst einen Bogen um Deutschland machen. „Was das bedeutet, kann man seit geraumer Zeit in Großbritannien studieren“, betont Peter Voß. „Dort hat die politische gewollte Deindustrialisierung, verbunden mit der einseitigen Betonung des Finanzsektors dazu geführt, dass britische Produkte auf dem Weltmarkt kaum noch eine Rolle spielen.“ Die Folgen seien eine steigende Abhängigkeit von Importen und eine wachsende gesellschaftliche Ungleichheit, die zu enormen sozialen Verwerfungen geführt hat und weiterhin führen wird.

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