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InterRail baut China Engagement aus

Mit einer Rekordzeit von nur 9 Tagen zwischen Brest an der polnisch-weißrussischen Grenze und Erenhot an der mongolisch-chinesischen Grenze hat die InterRail Gruppe, ein in der Schweiz ansässiger Eisenbahndienstleister, wegweisende Maßstäbe für den Bahntransport auf der Breitspurstrecke zwischen Europa und China gesetzt. Insgesamt betrug diese Strecke mehr als 8000 km und verzeichnete eine Rekordgeschwindigkeit von 900 km pro Tag.

Mit dem Zug wurden 41 High-cube 40? Container befördert, beladen insbesondere mit Stahlausrüstungen für die Entwicklung der Infrastruktur in der chinesischen Provinz.

„Die Regierung von Zhengzhou bemüht sich engagiert um die Entwicklung internationaler Eisenbahnverkehre gerade auch mit Europa. Sie sollen zur Erschließung neuer Entwicklungspotentiale für die aufstrebende Wirtschaftsregion beitragen. Nachdem es ihr im vergangenen Sommer gelungen war, Containerzugverkehre von Zhengzhou nach Hamburg zu initiieren, ist es ihr Ziel, solche Verkehre auch in der Gegenrichtung aufzubauen. Wir freuen uns, daran aktiv mitarbeiten zu können, denn nachhaltige wirtschaftlich effektive Containerzugverkehre benötigen den Rundlauf der Container in beide Richtungen“, sagte Hans Reinhard, Präsident des Verwaltungsrates der InterRail Holding AG anlässlich der Abfahrt des Zuges am 24. Januar in Brest. Als erfolgreiches Beispiel für Ost-West-Verkehre in beide Richtungen nannte er das Containerzugpaar „Ostwind“/“Westwind“ zwischen dem Terminal Berlin Großbeeren und der GUS. „Unsere Erfahrungen aus der Transportlogistik des „Ostwind“ haben wir auch bei unserem neuen ostgehenden Containerverkehr nach Zhengzhou genutzt“, unterstrich er.

Die InterRail Gruppe hat seit 2012 ihr Engagement beim Betrieb von Containerblockzügen zwischen China und Europa verstärkt. Sie arbeitet dabei mit Partnern und lokalen Regierungen in aufstrebenden Metropolen des chinesischen Hinterlands wie Chengdu, Wuhan und Zhengzhou sowie mit den Chinesischen Eisenbahnen und ihren Tochtergesellschaften zusammen. Enge Partner sind ebenfalls RZD sowie KTZ und deren jeweilige Tochterfirmen. So werden z.B. die für 2014 neugebuchten 45 Züge Chengdu-Lodz erneut in der bewährten Kooperation mit KTS und RZD Logistika realisiert. „Wir werden uns auch künftig bei Verkehren von und nach China auf starke operative Partnerschaften in den GUS-Staaten und der Mongolei stützen, kombiniert mit Schnittstellen mit potenten Kunden in China und West- und Mitteleuropa“, hebt Howard Lamb, CEO der InterRail Gruppe, hervor.

„Es gibt eine deutliche Nachfrage nach zuverlässigen Transportdienstleistungen, die billiger als Luftfracht und schneller als Seefracht sind. Deshalb bauen wir unser Dienstleistungsangebot für den Schienentransport aus“, begründet er das verstärkte Engagement des osterfahrenen Unternehmens in diesem Bereich. Als entscheidende Komponente bei der Verwirklichung nachhaltiger eurasischer Schienen-Produkte sieht auch er die Balance der Containerströme in beiden Richtungen. „Hier werden noch mehr Innovationen in der Handels- und Transportlogistik gebraucht. Verkehre Richtung Ferner Osten werden traditionell recht eng nur als Rückholen von Containern gesehen, aber ein zuverlässiger Service mit Hubs in Brest und an den Grenzbahnhöfen in Westchina kann Verkehre Richtung Osten stärken und eine kostengünstige Hin-und Rückverwendung von Containern und Tragwagen gewährleisten“, orientiert Howard Lamb auf noch stärker zu erschließende Möglichkeiten.

Zur verstärkten Produktentwicklung für die Chinaverkehre wird das im März 2008 vor Ort gegründete InterRail Delegationsbüro daher gegenwärtig in eine operative Gesellschaft umgewandelt und ausgebaut.

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