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BGL-Spitze trifft die Logistikbeauftragte der Bundesregierung

BGL

Zu einem Gedankenaustausch trafen sich die Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur, Dorothee Bär, und die BGL-Spitze, Präsident Adalbert Wandt und das Geschäftsführende Präsidialmitglied Prof. Dr. Karlheinz Schmidt. In dem mehr als einstündigen Gespräch fand ein Austausch über die derzeit wichtigen Anliegen der mittelständischen Transportwirtschaft statt.

Die Gewerbespitzen erläuterten u.a. die angespannte wirtschaftliche Lage in den Transportunternehmen, die durch Marktverdrängung und Sozialdumping, zunehmend auch im nationalen Verkehr, Marktfelder aufgeben müssten. Ein weiterer Gesprächsschwerpunkt war die Weiterentwicklung der Lkw-Maut und deren Auswirkungen auf das Gewerbe insb. auf die mittelständische Wirtschaft in peripheren und entlegenen Regionen. Einen ebenfalls breiten Raum nahmen die Nachwuchssorgen des Logistikgewerbes ein. Nicht nur der Fahrerberuf bedürfe einer Aufwertung. Auch andere Berufsbilder im technischen-gewerblichen Bereich des Logistiksektors würden in ihrer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des Logistikstandorts Deutschland häufig unterschätzt. Initiativen zur Personalsituation setzten zwingend voraus, dass sich die wirtschaftlichen und sozialen Umfeldbedingungen für die mittelständischen Unternehmen und die darin beschäftigten Menschen verbesserten. Bei diesen Aufgaben seien nicht allein die Marktpartner gefordert, sondern bei der Gestaltung von Unterwegsaufenthalten müsse die Parkplatzsituation weiter verbessert und ein annehmbares Umfeld für das Fahrpersonal geschaffen werden. Dies gelte auch für die Situation an den Rampen, die nach wie vor verbesserungswürdig sei.

In Anknüpfung und zur Fortschreibung des Aktionsplans für Güterverkehr bekundeten die Gewerbevertreter ihr großes Interesse daran, die Themen Unterwegsaufenthalte und Rampen weiter mit Nachdruck im Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur zu platzieren.

Staatssekretärin Bär sagte dem Gewerbe ihre Unterstützung und eine enge Zusammenarbeit zu. Für den Logistikstandort Deutschland sei ein starkes mittelständisches Transportlogistikgewerbeessentiell. Im Koalitionsvertrag habe man u.a. vereinbart, sich für bessere Arbeitsbedingungen und zusätzliche Lkw-Stellflächen einzusetzen. Die Aufwertung der Güterverkehrs- und Logistikberufe sei ihr ein besonderes Anliegen, für das sie sich als Logistikbeauftragte stark machen wolle, gerade auch im Hinblick auf weibliche Nachwuchskräfte.

Im Anschluss an das Gespräch wurde ein regelmäßiger Gedankenaustausch vereinbart. Die Parlamentarische Staatssekretärin bot „kurze Wege“ und direkte Kontakte an, um schnell und effizient auf kritische Situationen und unvorhergesehene Veränderungen reagieren zu können.

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