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Panalpina: EBIT mehr als verdoppelt

2013 nahm Panalpinas Nettoumsatz um 2 Prozent auf CHF 6 757,6 Millionen (2012: CHF 6 616,6) zu. Der Bruttogewinn der Gruppe nahm um 7 Prozent auf CHF 1 561,0 Millionen (2012: CHF 1 465,0) zu, angetrieben von starkem Wachstum in der Logistik, der Seefracht und dem gut laufenden Öl- und Gas- sowie Projektgeschäft.

Verschiedene Rückstellungen für Vergleichszahlungen in den USA und Bussen in Höhe von insgesamt CHF 40,9 Millionen (2012: CHF 59,2 Millionen) wirkten sich wesentlich auf das Ergebnis der Gruppe aus. Zusammen mit einer Wertminderung im vierten Quartal von CHF 19,1 Millionen (2012: CHF 29,6 Millionen) beliefen sich die einmaligen Sondereffekte 2013 auf total CHF 60,0 Millionen (2012: CHF 88,8 Millionen). Die Betriebskosten vor diesen Sonderaufwendungen nahmen um 2 Prozent auf CHF 1 400,2 Millionen (2012: CHF 1 371,5) zu, dies hauptsächlich als Folge der Ausdehnung des Logistikgeschäfts sowie der Investitionen in Personal und IT.

Panalpina erzielte 2013 einen bereinigten EBIT von CHF 108,0 Millionen, gegenüber einem bereinigten EBIT von CHF 49,3 Millionen im Vorjahr. Die EBIT/Bruttogewinn-Marge stieg bereinigt auf 6,9 Prozent, gegenüber 3,4 Prozent im Vorjahr.

Luftfracht

Bei einem Marktwachstum von nur ungefähr 1 Prozent im Jahr 2013, konnte Panalpina bei den Luftfrachtvolumen um 3 Prozent zulegen. Im letzten Jahr transportierte Panalpina 825 100 Tonnen Luftfracht (2012: 801 400 Tonnen). Der Bruttogewinn pro Tonne nahm infolge Ratenerhöhungen vor allem während der Hochsaison des vierten Quartals um 2 Prozent auf CHF 765 (2012: CHF 784) zu. Das führte zu einer leichten Ausdehnung des Bruttogewinns in der Luftfracht auf CHF 631,4 Millionen (2012: CHF 628,1 Millionen). Unterstützt wurde diese Entwicklung von einem Bruttogewinnwachstum im zweistelligen Bereich im Öl- und Gas- sowie Projektgeschäft, aber auch im Geschäft mit der Automobil- und Fertigungsindustrie. Auf Stufe Betriebsgewinn erzielte die Luftfracht einen bereinigten EBIT von CHF 119,3 Millionen (2012: CHF 79,8 Millionen). Dank Kostendämmung und verbesserter Produktivität stieg die EBIT/Bruttogewinn-Marge im Jahr 2013 bereinigt auf 18,9 Prozent (2012: 12,7 Prozent).

Seefracht

Panalpinas Volumen in der Seefracht wuchsen im Vorjahresvergleich um 8 Prozent, während das Marktwachstum geschätzte 3 Prozent betrug. Das Unternehmen transportierte 1 495 300 TEU (20-Fuss-Container) im Jahr 2013 (2012: 1 388 300 TEU). Der Bruttogewinn pro TEU Seefracht blieb nahezu stabil bei CHF 329 (2012: CHF 331), was zu einer Zunahme des Bruttogewinns von 7 Prozent auf CHF 491,9 Millionen (2012: CHF 459,8 Millionen) führte. Wiederum zeigte das Öl- und Gas- sowie Projektgeschäft mit einem starken Bruttogewinnwachstum im zweistelligen Bereich eine sehr dynamische Entwicklung. Für die Seefracht resultierte im Jahr 2013 ein bereinigter EBIT von CHF 28,0 Millionen (2012: 8,9 Millionen). Die EBIT/Bruttogewinn-Marge nahm im Vorjahr bereinigt auf 5,7 Prozent zu (2012: 1,9 Prozent).

Logistik

Die Logistik verzeichnete ein starkes Bruttogewinnwachstum von 16 Prozent auf CHF 437,7 Millionen im Jahr 2013 (2012: CHF 377,1 Millionen). Panalpina weitete ihre Aktivitäten im Bereich Warehousing und Distribution inklusive logistische Mehrwertdienste weiter aus, besonders für den Technologie- und Modesektor. Die Logistik schloss das Jahr mit einem Verlust auf Stufe EBIT von CHF 39,3 Millionen (2012: Verlust von CHF 39.4 Millionen) ab, hauptsächlich verursacht von defizitären Anlagen und unprofitablen Aktivitäten beim Strassentransport.

Dividende

Angesichts der guten Nettoliquidität wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung am 9. Mai 2014 eine Dividendenauszahlung von CHF 2,20 pro Aktie vorschlagen. Dies entspricht einem Dividendenertrag von 1,5 Prozent (basierend auf dem Aktienpreis Ende 2013).

Ausblick

„2014 werden wir uns darauf konzentrieren, die Performance in der Luftfracht zu stabilisieren und die Produktivität sowie die Betriebsmarge in der Seefracht zu verbessern“, sagt Peter Ulber. In der Logistik ist es die oberste Priorität des Unternehmens, bei den defizitären Anlagen die Kehrtwende zu schaffen. Das Unternehmen wird zudem aus Verpflichtungen bei Überlandkapazitäten aussteigen, die Mehrwertdienste aber weiterentwickeln. „Die Logistik ist für uns ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, um unser End-to-End-Angebot zu ergänzen“, fügt Ulber hinzu. Eine weitere Priorität sieht das Unternehmen darin, das Öl- und Gas- sowie das Projektgeschäft weiter auszubauen. In diesem Bereich hat Panalpina traditionell eine starke Fachkompetenz.

Panalpina erwartet für 2014, dass der Luftfrachtmarkt um 2 bis 3 Prozent und der Seefrachtmarkt um 4 bis 5 Prozent wachsen wird. Ziel des Unternehmens ist es, in allen Segmenten schneller als der Markt zu wachsen.

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