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Swisslog behauptet sich in schwierigem Umfeld

Swisslog

Trotz gesteigerten Auftragseingangs erzielte Swisslog im Geschäftsjahr 2013 einen um 3.0 Prozent tieferen Umsatz von MCHF 632.6. Das EBIT reduzierte sich um 17.7 Prozent auf MCHF 20.5. Die EBIT-Marge liegt mit 3.2 Prozent im Bereich der Erwartungen.

Auch wenn in einem anspruchsvollen konjunkturellen Umfeld ein Unternehmensergebnis von MCHF 11.9 erzielt wurde, ist Swisslog mit dem Geschäftsjahr nicht zufrieden. Der Generalversammlung wird beantragt, auf die Ausschüttung einer Dividende zugunsten einer beschleunigten Stärkung des Produktportfolios zu verzichten.

Das Geschäftsjahr zeigte in beiden Divisionen, Healthcare Solutions (HCS) und Warehouse & Distribution Solutions (WDS), einen ähnlichen Verlauf. Nach gutem Start verzögerte sich im zweiten Quartal der Auftragseingang. Bei HCS kam der Gegenwind vor allem aus Nordamerika, wo Unsicherheiten rund um die Einführung der Gesundheitsreform „Patient Protection and Affordable Care Act“ („Obamacare“) und die allgemeine Budgetsituation („fiscal cliff“) zu einem Rückgang bei Investitionen im Krankenhausmarkt führten. Bei WDS führten Verzögerungen im Auftragseingang sowie zusätzliche Aufwände bei Projektrealisierungen zu einem tieferen Umsatz. Obwohl ein Grossteil des Rückstandes im zweiten Halbjahr aufgeholt werden konnte, wurden die angestrebten Ziele nicht erreicht.

Wachstum bei Auftragseingang ? Rückgang bei Umsatz und EBIT

Der Auftragseingang der Swisslog-Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 10.9 Prozent (währungsbereinigt +11.2 Prozent) auf MCHF 701.3. Der Auftragsbestand von MCHF 542.2 bildet eine solide Grundlage für den Start ins neue Geschäftsjahr. Hingegen verringerte sich der Umsatz um 3.0 Prozent (währungsbereinigt -2.9 Prozent) auf MCHF 632.6. Der tiefere Umsatz brachte eine Reduktion des operativen Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf MCHF 20.5 (-17.7 Prozent, währungsbereinigt -15.7 Prozent) mit sich. Die EBIT-Marge liegt mit 3.2 Prozent (Vorjahr: 3.8 Prozent) im Bereich der Erwartungen. Das Unternehmensergebnis beträgt MCHF 11.9. Dieses kann nicht direkt mit dem durch einmalige Restrukturierungskosten geprägten Vorjahresbetrag verglichen werden. Das im letzten Jahr lancierte Restrukturierungsprogramm Score! verläuft nach Plan und hat in mehreren Bereichen die operativen Ergebnisse unterstützt.

Der Generalversammlung vom 10. April 2014 wird beantragt, auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. Die verfügbaren Mittel sollen in die verstärkte und beschleunigte Weiterentwicklung des Produktportfolios investiert werden. Damit soll die Positionierung von Swisslog in ausgewählten Märkten mittelfristig verbessert werden.

Die Division Healthcare Solutions (HCS) konnte ihr Wachstum der vergangenen Jahre wegen der Unsicherheiten im wichtigen amerikanischen Markt nicht fortsetzen. Bei einem Auftragseingang von MCHF 216.8 (-11.1 Prozent, währungsbereinigt -10.5 Prozent), einem Umsatz von MCHF 211.3 (-3.6 Prozent, währungsbereinigt -3.1 Prozent) und einem EBIT von MCHF 15.7 (-14.7 Prozent, währungsbereinigt -13.6 Prozent) wurde eine EBIT-Marge von 7.4 Prozent (Vorjahr: 8.4 Prozent) erzielt. Das Jahr war zudem geprägt vom erfolgreichen Turnaround in Europa, dem weiteren Wachstum in Asien und der Lancierung neuer Produktgenerationen. Bei den automatisierten Warentransporten etwa, der umsatzstärksten Produktgruppe der Division, wurde eine neue Rohrpostgeneration für Krankenhäuser lanciert. Die Medikamentenmanagementsysteme entwickelten sich erneut sehr erfreulich, etwa mit einer Zunahme an Verkäufen des bewährten PillPick-Roboters in Europa und der Erschliessung neuer Märkte, zum Beispiel in Polen und Brasilien.

Die Division Warehouse & Distribution Solutions (WDS) steigerte dank vieler Bestellungen gegen Ende des Jahres den Auftragseingang auf MCHF 484.5 (+24.7 Prozent, währungsbereinigt +25.1 Prozent). Nicht zufriedenstellend waren hingegen der Umsatz von MCHF 421.3 (-2.6 Prozent, währungsbereinigt -2.8 Prozent), das EBIT von MCHF 11.3 (-25.2 Prozent, währungsbereinigt -23.2 Prozent) und die EBIT-Marge von 2.7 (Vorjahr: 3.5 Prozent). Die Division konnte ihre Marktpositionierung weiter schärfen, etwa durch einen gezielten Ausbau des Angebots beim E-Commerce und Multichannel-Retailing, in der Pharmaindustrie und der Lebensmittelbranche, insbesondere im Kühl- und Tiefkühlbereich. Auf der Technologie-Seite entwickelten sich vor allem der Leichtgutbereich und die Swisslog-eigene Softwarelösung WarehouseManager positiv.

Ausblick

Swisslog rechnet für das Geschäftsjahr 2014 nicht mit einer wesentlichen Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen. Der Wettbewerb wird intensiv bleiben, insbesondere in Europa und Nordamerika. In Asien erwartet Swisslog weiteres nachhaltiges Wachstum. Dank der guten Marktposition, des geografischen Ausbaus in attraktiven Märkten sowie einer forcierten Weiterentwicklung ihres Lösungsportfolios will Swisslog das angestrebte Wachstum absichern. Die Unsicherheiten in den grössten Märkten Europa und Nordamerika (für Healthcare Solutions) lassen für 2014 keine Prognose zu.

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