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Studie: Logistiker investieren mehr in eigene Marke

Vor dem Hintergrund einer günstigen konjunkturellen Entwicklung investiert eine wachsende Zahl von Logistikdienstleistern in gezielte Maßnahmen zur Pflege der eigenen Marke. Zu diesem Ergebnis kommt die bereits im dritten Jahr durchgeführte Marktstudie der auf die Logistikbranche spezialisierten Werbeagentur Get the Point.

92 Prozent der dabei befragten Logistikunternehmen halten die Arbeit an ihrer Unternehmensmarke für einen Erfolgsfaktor. Das sehen die Verlader ähnlich: 91 Prozent der befragten Industrie- und Handelsunternehmen gaben an, dass Werbung und der Aufbau einer eigenen Marke für die Logistikdienstleister wichtig sind. Für 73 Prozent der Verlader beeinflusst eine gute Außendarstellung die Auswahl von Logistikdienstleistern.

Parallel dazu sind bei den Logistikdienstleistern auch die Marketing-Budgets angewachsen: im Vergleich zum Vorjahr geben hier nun sogar 61 statt 54 Prozent der befragten Unternehmen mehr als 200.000 Euro aus. In diesem Zuge seien auch die zuständigen Abteilungen personell verstärkt worden. Jedoch liege hierbei der Fokus zu oft auf hausinternen Grafik- und Textdienstleistungen, „statt die strategische Kompetenz zu erhöhen“, beobachtet Wieland Schmoll, einer der beiden Geschäftsführer von Get the Point.

Was die aktive Arbeit an der eigenen Marke angeht, nähmen „neben den Marktführern auch immer mehr kleine und mittelständische Logistikunternehmen den Relaunch ihrer Marke in die Hand“, so Schmoll. Jedoch machten die Aktivitäten „oft bei der Überarbeitung der Website halt“. Dass Markenarbeit einen langen Atem benötigt und ein ganzheitliches Vorgehen von innen nach außen bedeutet, werde häufig unterschätzt.

Dennoch werde das Online-Marketing auf breiter Front immer wichtiger: Die eigene Website ist für die meisten Unternehmen immer noch die zentrale Kommunikationsplattform nach innen und außen. Passend dazu werde die Suchmaschinenoptimierung als ein wichtiger Erfolgsfaktor des eigenen Auftritts erkannt. Hinsichtlich der Nutzung von „Social Media“ ergibt sich hingegen ein geteiltes Bild. Während die Marketing-Aktivitäten der Logistikdienstleister in den sozialen Netzwerken von 29 auf 46 Prozent nach oben schoss, halten dies nur noch 19 Prozent der Verlader für wichtig. Im letzten Jahr lag dieser Wert noch bei 27 Prozent.

Die 32seitige Studie zeigt anhand vieler weiterer Aspekte auf, dass Marketing und Kommunikation innerhalb der Logistikbranche eine zunehmend wichtige Rolle spielen. „Trotzdem fehlen in vielen Fällen ein strategischer Ansatz und ein roter Faden in der Unternehmenskommunikation, die im Alltag auch konsequent umgesetzt werden sollte“, stellt Clemens Meiß, Geschäftsführer von Get the Point fest. Erst wenn man das eigene Profil geschärft habe, könne man andere von sich überzeugen, und „sich gegenüber den vielen Wettbewerbern absetzen“.

Im Rahmen der Untersuchung waren rund 380 Marketingleiter der größten deutschen Logistikunternehmen angeschrieben worden, die einen Jahresumsatz von mindestens 60 Mio. Euro erwirtschaften. Dabei wurden in diesem Jahr erneut 65 Reedereien und 120 Logistik-Entscheider und Frachteneinkäufer von Großunternehmen aus Industrie und Handel in die Befragung einbezogen. Insgesamt nahmen über 100 Personen an der Umfrage teil. Kritische Kommentare zu den wichtigsten Ergebnissen runden die Studie ab, die bei Get the Point gegen eine Schutzgebühr angefordert werden kann.

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