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Interview mit Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der BVL – Bundesvereinigung Logistik e.V.

Wimmer
1. Die BVL hat den Tag der Logistik initiiert, um den Wirtschaftsbereich Logistik in der Öffentlichkeit präsenter zu machen. Wie waren Ihre Erwartungen, als vor einigen Jahren der erste Tag der Logistik organisiert wurde?

Die Idee zum Tag der Logistik entstand im Oktober 2007 – und schon im April 2008 haben wir sie in die Tat umgesetzt. Ausgangspunkt war die Erkenntnis: Die Öffentlichkeit nimmt nur einen sehr kleinen Teil der Logistik wahr, nämlich die Bewegung von Waren. Das prägt ihr Image und ihre Attraktivität als Arbeitgeber. Daran wollten wir etwas ändern. Die BVL wandte sich dafür erstmals an die breite Öffentlichkeit und betrat vom Aktionsradius her Neuland. Außerdem mussten wir Unternehmen, Organisationen und Bildungseinrichtungen als Partner und Veranstalter gewinnen. Das ist gelungen. 2013 kamen 36.000 Besucher zu den knapp 400 Veranstaltungen.

2. Fällt es Logistikern leicht, ihre Arbeit anschaulich und für die Öffentlichkeit leicht verständlich zu beschreiben?

Die wirklich interessanten Aufgaben der Logistik finden vielfach im Verborgenen statt. Sicht-bar sind der LKW, der Zug, das Schiff oder das Flugzeug – und diese prägen auch die Bildsprache in den Medien. Die Planungsprozesse, die IT-Lösungen, die Kommunikationsleistungen sowie die interkulturelle Kompetenz hinter logistischen Abläufen sind komplex und nicht so leicht verständlich zu machen.

3. Wären Sie noch einmal Student: Warum würden Sie den Tag der Logistik besuchen?

Ich wäre neugierig auf den Blick hinter die Kulissen – und auf die Gespräche mit den Praktikern, denen ich in den Unternehmen begegne. Darüber hinaus würde ich vermutlich Kontakt zu den Personalverantwortlichen suchen, um mich über konkrete Perspektiven zu erkundi-gen. Diese Chance haben Studierende ja nicht jeden Tag.

 

 

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