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Ipsen Logistics: Ein Schiffsentlader an den Fjord

Gut Ding will Weile haben – im Bereich Projektlogistik kann die Vorbereitungsphase sehr lang sein. Im Falle des Transports eines Schiffsentladers nach Norwegen für die neue Fischfutterproduktionsanlage des Zuchtlachskonzerns Marine Harvest begann die Arbeit von Ipsen Logistics bereits im September 2012. Grund: Erste Machbarkeitsstudien über die Möglichkeiten der Verbringung des benötigten Geräts an seinen zukünftigen Einsatzort flossen bereits in die Standortplanung ein.

Inzwischen sieht der Bau auf der Halbinsel Valsneset in der Kommune Bjugn, Norwegen, seiner Fertigstellung entgegen – geplanter Produktionsbeginn der Anlage mit einer Kapazität von 500.000 Tonnen Lachsfutter p.a. ist Juni 2014. Zeit, den Schiffsentlader zu liefern. Bereits Anfang des Jahres hat die Firma Neuero begonnen, das Gerät im Neustädter Hafen in Bremen für den Transport fertig aufzubauen, denn am Zielort ist nicht ausreichend Platz für den Einsatz mobiler Kräne. Der Schiffsentlader misst 15 m x 10 m x 27 m (L x B x H), hat einen Ausleger mit 20 m Länge und ein Gewicht von 170 t.

Verladen wird in einem Stück. Eine der großen Herausforderungen dabei: Der Schwerpunkt des Schiffsentladers befindet sich im oberen Drittel, die Kranseile können jedoch nur am Fahrzeuggestell angeschlagen werden. Um eine solche Situation zuverlässig zu bewältigen und ein Gerät mit diesen Abmessungen sicher transportieren zu können, bedarf es eines geeigneten Schwergutschiffes mit entsprechenden Schiffskränen und viel Erfahrung. Der Auswahl der Reederei ging deshalb eine eingehende Prüfung voraus. Wie Marco Steinforth, Projektleiter von Ipsen Logistics, erklärte, haben die technische Ausarbeitung und die Zusammenarbeit während der Planungsphase den Ausschlag für das Unternehmen SAL gegeben. Neben der Erfüllung der technischen Voraussetzungen ist die enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten z.B. über Lasch- und Anschlagspunkte sowie weitere für die Seereise relevante Aspekte ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Am 3. April wurde der Schiffsentlader in 5 Stunden sicher auf die MV „Lone“ geladen. Projektleiter Steinforth überwachte nicht nur die Verladung, er begleitete den Transport bis zur Enddestination, um dort auch die Entladeoperationen zu beaufsichtigen. Zielort war die Baustelle in Mittelnorwegen 100 km nordwestlich von Trondheim, gelegen an einem der zahlreichen Fjorde. Angelegt wurde an der firmeneigenen Pier. So konnte der Schiffsentlader direkt in die dafür vorgesehenen Schienen abgesetzt werden und war damit quasi sofort einsatzbereit.

(Quelle: Ipsen)

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