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Luftfracht muss sich besser in Politik und Öffentlichkeit positionieren

Aircargo Club

Der Aircargo Club Deutschland (ACD) will sich verstärkt als Interessens- und Diskussionsplattform der Luftfrachtbranche profilieren. Diese gilt als wichtige Stütze der deutschen Exportwirtschaft, wird aber in der Öffentlichkeit nicht entsprechend wahrgenommen. Andere europäische Länder könnten hier ein gutes Beispiel sein, wie ein Treffen des ACD mit Vertretern aus den Niederlanden und der Schweiz zeigte.

Um gute europäische Ideen gezielt zu nutzen, hatte der ACD zu seiner jüngsten Sitzung am 13. Mai Vertreter von „Air Cargo Netherlands“ (ACN) und der „Interest Group Air Cargo Switzerland“ eingeladen. Ähnlich wie in der Bundesrepublik fördern auch in den Niederlanden und der Schweiz Branchenorganisationen aktiv die Rolle der Luftfracht im Logistikprozess. „Der intensive Gedankenaustausch mit unseren Nachbarn hat uns einen umfassenden Einblick in die Ziele sowie den unterschiedlichen Entwicklungsstand der einzelnen Organisationen gegeben und damit wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des ACD vermittelt“, sagte ACD-Präsident Winfried Hartmann zu der Veranstaltung in Frankfurt am Main. Hier hatten die Vertreter der beiden Organisationen über deren Selbstverständnis und Arbeitsweise als Plattformen für den Dialog mit der Öffentlichkeit, der Politik und den Behörden berichtet.

Wie von ihrem Präsidenten Peter Somaglia erläutert, wurde die „Interest Group Air Cargo Switzerland“ ins Leben gerufen, um die Luftfrachtindustrie im Heimatland zu entwickeln und die Schweiz im internationalen Wettbewerb zu stärken. Im Vordergrund der Arbeit steht dabei die gezielte Platzierung und Diskussion von Themen der Luftfrachtindustrie in den entsprechenden Zielgruppen. Zudem geht es darum, Luftfrachtprozesse in der Schweiz standortübergreifend so effizient wie möglich zu koordinieren, um die Ladungen im Land trotz einer inhomogenen Verteilung der Volumina auf die luftfrachtrelevanten Standorte möglichst effizient abzuwickeln.

„Air Cargo Netherlands“ geht nach Darstellung des Directors of Special Programs, Ferry van der Ent, noch einen Schritt weiter und verfolgt das Ziel, aktiv den Marktanteil des Luftfrachtstandortes zu erhöhen. Dafür wurde eine Struktur geschaffen, mit der beachtliche Teile des Ladevolumens aus dem deutschen Raum über den Flughafen Amsterdam Schiphol geführt werden. „Diese Beispiele zeigen, dass wir in Deutschland durchaus Nachholbedarf haben“, sagte ACD-Präsident Hartmann. Der ACD-Vorstand wird den Dialog mit beiden Organisationen kontinuierlich fortsetzen.

Quelle: Aircargo Club

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