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Rhenus Maritime Services GmbH tritt SPC bei

SPC

Mit der Rhenus Maritime Services GmbH (RMS) tritt dem ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (SPC) zum 1. Juli 2014 ein Spezialist für die Küstenmotorschifffahrt bei. Wie das SPC verbindet der Nischenanbieter mit hoher Expertise die beiden Marktsegmente Kurzstreckenseeverkehr und Binnenschifffahrt.

Das als Reederei und Befrachter tätige Unternehmen verfügt über mehr als 20 eigene Küstenmotorschiffe. Mit diesen hat das Unternehmen Fahrtgebiete wie Seen oder Flussläufe in Europa erschlossen, in die sonst vor allem Binnenschiffe oder Touristenschiffe gelangen. Die flachgehenden Seeschiffe übernehmen den Short-Sea-Verkehr sowie den Binnenschiffstransport in einem und kommen selbst bei trockenfallenden Gewässern oder niedrigem Wasserpegel ohne Umladung aus.

„Durch diese Merkmale gelten für uns sowohl die Anforderungen der Binnenschifffahrt als auch der Seeschifffahrt. Das SPC hat denselben ganzheitlichen Blick auf die wassergebundenen Verkehre. Eine solche Bündelung der Kompetenzen ist in Branchen-Netzwerken die absolute Ausnahme,“ erklärt RMS-Geschäftsführer Thomas Ullrich, der sich persönlich für den Beitritt zum SPC engagiert hat. Gemeinsam mit den Mitgliedern, die alle Stationen entlang der Transportkette repräsentieren, will er die vorhandenen Potenziale für den nachhaltigen Verkehr heben.

SPC-Projektmanager Markus Heinen freut sich, mit RMS das Leistungsspektrum des neutralen Netzwerks weiter zu erhöhen. Als besonders interessant bewertet er die Transportlösung, unter Einsparung eines Umschlags inländische Standorte an Flussläufen zu erreichen. „Dies eröffnet auch Möglichkeiten für die Verlagerung von transportsensiblen Waren“, erklärt Heinen. Durch die Einsparung von Lade- und Löschhäfen können sich weitere Preis-, Zeit- und Kostenvorteile ergeben.

Verlagerungsfähige Warenströme sieht Ullrich, selbst seit 27 Jahren im Unternehmen, beispielsweise auf der Relation nach England. Der seit 50 Jahren gewachsene England-Verkehr gehört bei RMS mit einem Aufkommen von  etwa 350.000 t jährlich zu den Klassikern. Zwischen Duisburg und dem am Humber gelegenen englischen Hafen Goole besteht seit Jahrzehnten ein zuverlässiger Linienverkehr mit bis zu vier Abfahrten pro Woche in beide Richtungen. Die Transitzeit ist mit weniger als zwei Tagen vergleichsweise kurz.

Bei zunehmendem Aufkommen ist RMS laut Ullrich in der Lage, fünf bis sechs wöchentliche Abfahrten anzubieten, um allen Kundenanforderungen gerecht zu werden. Weitere wichtige Fahrtgebiete für die Spezialschiffe sind Skandinavien, die baltischen Staaten, die Iberische Halbinsel, die Irische See und das östliche Mittelmeer. „Eine ideale Voraussetzung ist, wenn der Versender oder Empfänger an das Wasserstraßennetz angebunden ist“, so Ullrich. Doch auch, wenn der Kunde keinen direkten Zugang zum Wasser hat, kann RMS die gesamte multimodale Transportkette von Tür zu Tür abdecken. Als 100-prozentige Tochter des Logistikdienstleisters Rhenus greift sie dafür auf die Partner im eigenen Verbund zurück und minimiert so Schnittstellenrisiken.

Auch das SPC richtet bei der Entwicklung von nachhaltigen Verkehrskonzepten den Blick auf die Ganzheitlichkeit. Die hohe Übereinstimmung der Ziele und die ähnliche funktionelle Herangehensweise an Projekte, werden schnell zu Synergieeffekten führen, erwarten Heinen und Ullrich.

Quelle: SPC

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