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InterRail baut Aktivitäten in Indien weiter aus

InterRail

InterRail India Pvt. Ltd. mit Sitz in Mumbai, jüngste Tochtergesellschaft der InterRail Gruppe, hat erfolgreich ihr erstes Geschäftsjahr als eigenständige operative Gesellschaft absolviert.

„Dabei konnten wir unsere Erfahrungen aus vorheriger Tätigkeit als Delegationsbüro seit 2010 nutzen“, erklärte Geschäftsführer Vijay Narayan bei der Vorstellung der erreichten Ergebnisse und seiner weiteren Vorhaben.

Der regionale Fokus der indischen InterRail Gesellschaft liegt auf Verkehren mit der GUS. Ein starker Akzent wird auf die Nutzung der Möglichkeiten des Bahntransports gelegt. „In der Regel wickeln wir multimodale Containerverkehre in der Kombination von Bahn/Straße/See ab. Das sind Container aus Indien in die verschiedenen GUS-Staaten bzw. in umgekehrter Richtung“, erläutert Narayan. Dabei variieren die Transportwege stark in Abhängigkeit von politischen Entwicklungen. Während vor der Sanktionspolitik der USA gegen Iran für Beförderungen zwischen Indien und der GUS allgemein der Weg über den Iran und seine Häfen präferiert wurde und zwar zu nahezu 90 Prozent, sind es derzeit deutlich weniger. Nur noch 10 bis 15 Prozent der Güter nutzen von Indien aus den Weg Richtung GUS über die Golfhäfen des Iran. Das Interesse an diesen Verkehren habe aber mit ersten Lockerungen der Sanktionspolitik wieder zugenommen, sagt der Geschäftsführer von InterRail India. Für Kunden in Indien mit Exporten in die GUS seien im vergangenen Jahr zunehmend auch Beförderungen über die Baltischen Häfen, die chinesischen Häfen, die Mittelmeer- und Schwarzmeerhäfen interessant gewesen. Aus aktuellem Anlass sei zurzeit aber das Interesse an Routen über die Häfen im Schwarzen Meer und Mittelmeer zurückgegangen.

Aufgrund der inzwischen am Markt bekannten Spezialisierung der InterRail Indien auf die GUS-Märkte hat man kürzlich sogar die erste Luftfrachtsendung behandelt und auch der Einstieg ins anforderungsreiche Projektgeschäft ist mit der Abwicklung von rund 160 t Ausrüstungen von Indien in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku vollauf gelungen.

InterRail India plant im Weiteren die Entwicklung eines Netzes von Niederlassungen. Als erste Schritte sind die Eröffnung eines Büros in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi speziell für das Handling im Nordkorridor und eines weiteren Büros im südlichen Landesteil für das Handling der Güterbeförderungen im Südkorridor geplant. „Indien und die GUS-Staaten sind Länder mit stark entwickelten Eisenbahn-frachtmärkten. Für die Kunden in beiden Regionen sind Transporte per Bahn eine größere Selbstverständlichkeit als hier in Europa. Daher passt unsere auf multimodale Verkehre mit starkem Bahnanteil orientierte Gesellschaft exzellent an die Schnittstelle zwischen diesen großen Bahnnationen und eröffnet uns weitreichende Perspektiven,“ macht der Verwaltungsratspräsident der InterRail Gruppe, Hans Reinhard, die Erwartungen an die Entwicklung von InterRail India deutlich.

Die Rolle des Eisenbahngütertransports soll in Indien weiter wachsen. Den Zielen der Regierung zufolge soll sich der Anteil der Bahn am Güterverkehrsmarkt bis 2030 auf 50 Prozent gegenüber 30 Prozent im Jahr 2010 durch weitere Investitionen in Infrastruktur und rollendes Matetrial sowie die Einbeziehung des privaten Sektors erhöhen. Vor allem sollen Effektivität, Sicherheit, Pünktlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Bahntransports gestärkt werden.

Die Indischen Eisenbahnen, eine der größten Bahngesellschaften der Welt mit einem Netz von rund 64.600 km, beförderten in ihrem jüngsten Fiskaljahr (April 2013 bis März 2014) im Güterverkehr 1.053,54 Mio t. Das war eine Steigerung von 4,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Fiskalvorjahr. Das Wachstum der beförderten Gütermenge verzeichnet derzeit ähnliche Größenordnungen. So wurden z.B. im Mai 2014 rund 91,83 Mio t Fracht befördert, was einem Plus gegenüber Mai 2013 von 4,16 Prozent entsprach. Ziel für 2017 ist ein Jahrestransportvolumen von 1,4 Mrd. t, wozu die Fertigstellung der neuen Frachtkorridore von Delhi nach Mumbai bzw. Howrah beitragen soll.

Quelle: InterRail

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