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Chancen und Herausforderungen für deutsche Unternehmen in den USA

BVL-Neue Logistik-Hotspots im Südosten der USA

Die Aussicht auf einen andauernden Aufschwung in den USA bewegt europäische Industrieunternehmen und Logistikdienstleister, ihr US-Geschäft zu stärken und auch neue Standorte aufzubauen. Nicht nur die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch die Verfügbarkeit von Fachkräften, die rechtlichen Rahmenbedingungen und ein anderes Prozessverständnis für Logistik machen die USA zu einem spannenden, aber nicht einfachen Markt für Unternehmen und Experten.

Neue Standorte bieten Infrastrukturvorteile
Die gute Konjunktur lässt vielerorts die Auslastung der stark unterfinanzierten Infrastruktur weiter steigen. Unternehmen und Logistikdienstleister, die sich in den USA niederlassen, müssen vor allem in den Ballungsräumen und bestehenden Industriezentren damit zurechtkommen. In den Staaten im Südosten der USA hingegen hat vor allem die logistikintensive Automobilindustrie für neue, gut ausgebaute Verkehrswege gesorgt. Hinzu kommen die Nähe zu großen Seehäfen, ein niedriger gewerkschaftlicher Organisationsgrad und eine gute Hochschullandschaft. Daimler, Volkswagen und BMW zum Beispiel haben dort ihre wichtigsten Produktionsstandorte auf- und ausgebaut.

Unternehmen bauen neue Logistik-Netzwerke auf
Die besonders logistikintensiven Industrieunternehmen müssen an den neuen Standorten neue Lieferketten von den Lieferanten und zu den Märkten aufbauen. Sie treffen dabei auf Logistikanbieter, die bisher kaum umfassende Logistik-Konzepte aus einer Hand anbieten. Stattdessen sind in den USA kleinere Einzelaufträge und begrenzte Vereinbarungen mit vielen Partnern üblich. „Die europäischen Firmen sind daran gewöhnt, mit einem großen oder einer überschaubaren Zahl an Logistik-Partnern zusammenzuarbeiten“, sagt Jürgen Gentzke, Regional Vice President South-East Region USA des Logistikunternehmen Kühne + Nagel.

Herausforderung Fachkräftemangel
Das Problem fehlender Fachkräfte ist für deutsche Unternehmen in den USA ebenso präsent wie in ihrer Heimat. Insgesamt klagt die Hälfte von ihnen über fehlenden Nachwuchs in den Vereinigten Staaten. Der Wirtschaftsbereich Logistik ist jedoch besonders betroffen. So gelten logistikbezogene Studiengänge an Universitäten als deutlich weniger attraktiv. Logistikberufe genießen innerhalb der Unternehmen weniger Prestige als in Europa. Daraus entstehen gute Chancen für hochspezialisierte europäische Fachleute, die ihr Know-how auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt anbieten wollen.

(Quelle: BVL)

 

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